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Göttingens St.-Johannis-Kirche: Wiedereröffnung mit renoviertem Altarraum

Gotik in Rot und Weiß Göttingens St.-Johannis-Kirche: Wiedereröffnung mit renoviertem Altarraum

Pastor Gerhard Schridde ist begeistert vom neuen Aussehen des Altarraums der Innenstadtkirche St. Johannis. In Weiß und Rot, so leuchtet der renovierte Raum nun dem Besucher entgegen und hebt sich damit deutlich vom Grau des noch nicht renovierten Kirchenschiffs ab.

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Lichter, heller, weiter: Der renovierte Altarraum in St. Johannis hebt sich stark vom noch nicht renovierten Kirchenschiff ab.

Quelle: Heller

Göttingen. Es werde genau der Raumeindruck erweckt, der erweckt werden sollte, meint Schridde. Lichter, weiter und heller sei der Raum geworden, und zudem werde die gotische Architektur des Gotteshauses wieder stärker betont. Die neuen Farben des Altarraums ergänzten sich zudem schön mit den Kirchenfenstern. Der Altarraum ziehe den Besucher nun förmlich an, so Schridde, für den die Renovierung „sehr gelungen“ ist.

Noch fehlt im Altarraum die Ausstattung. Der Künstlerwettbewerb für Altar, Kanzel und Lesepult habe mittlerweile begonnen, so Schridde. Drei Künstler werden in der kommenden Woche den Kirchenraum besichtigen und sollen dann bis Ende Januar ihre Entwürfe abgeben.

Die Renovierung des Altarraums war der erste Bauabschnitt einer umfassenden Innenrenovierung, die bis 2017 abgeschlossen sein soll und 2,5 Millionen Euro kosten soll. 2016 – die Gemeinde muss noch die Finanzierung sicherstellen – soll das Kirchenschiff renoviert werden.

Im Anschluss sollen Funktionsräume unter der Orgelempore am Westeingang entstehen. Geplant sind eine Küche, Toiletten, ein Küster- und ein Lagerraum entstehen. Abschließend soll am Südeingang gegenüber von Karstadt ein Außenanbau entstehen. Ein Foyer soll einen einfachen Zugang zur Kirche ermöglichen. Im Zuge der Renovierung wird die Kirche außerdem technisch aufgerüstet und erhält so Möglichkeiten für ein breiteres Veranstaltungsspektrum.

Teil einer inhaltlichen Neuausrichtung

Denn die Sanierung ist auch Teil einer inhaltlichen Neuausrichtung, wie Schridde betont. Als Kirche in zentraler Lage in Göttingen solle St. Johannis als Bürgerkirche ein Ort der Begegnung werden und sich in die Stadt hinein öffnen. Nicht nur Veranstaltungen aus dem Kulturbereich sollen möglich sein, auch Firmen oder andere Institutionen sollen den Kirchraum nutzen können.

So hat beispielsweise Pro City seinen Jahresempfang in der Kirche veranstaltet. Im kommenden Jahr sollen schon einmal einige neue Veranstaltungs-Formate ausprobiert werden, kündigt Schridde an. Die Kirche solle aber darüber hinaus auch den Menschen die Möglichkeit bieten, im Alltag Ruhe zu finden.

Mit zwei Veranstaltungen wird die Kirche nach der mehrmonatigen Renovierung an diesem Wochenende wiedereröffnet.

Am Sonnabend, 29. November, singt der Göttinger Kammerchor unter Leitung von Bernd Eberhardt um 18 Uhr Motetten.

Am Sonntag, 30. November, beginnt um 11 Uhr ein Festgottesdienst mit Superintendent Friedrich Selter.

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