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Göttinger Abiturienten schneiden gut ab

Keine Spur von G8? Göttinger Abiturienten schneiden gut ab

Niedersächsische Abiturienten haben bei den vergangenen Prüfungen eine durchschnittliche Note von 2,59 erreicht. Auch Göttinger Gymnasien bewegen sich meist im oberen Zweierbereich – allerdings gehen in die Zahlen nicht diejenigen Schüler ein, die es gar nicht erst in die Prüfungen geschafft haben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Der Notenschnitt ist im Vergleich zum Vorjahr (2,61) besser geworden. Auch die Quote von zugelassenen Schülern, die ihr Abitur nicht bestanden haben, hat sich von 4,39 auf 4,14 Prozent verbessert. Deutlich niedriger liegt die Quote mit 1,22 Prozent beispielsweise beim Felix-Klein-Gymnasium: Hier hätten 162 von 164 Schülern die Prüfung gepackt, wie Schulleiter Michael Brüggemann mitteilt. Der Notendurchschnitt liege bei 2,27. Beim Theodor-Heuss-Gymnasium liege der Schnitt sogar bei 2,18, berichtet Schulleiterin Ulrike Koller.

Diese Stichproben geben den allgemeinen Trend an Göttinger Gymnasien wieder, an keiner Schule gab es mehr als zwei Durchgefallene. Auch Georg Bartelt, Schulleiter des Hainberg-Gymnasiums, kann mit einem Schnitt von 2,3 zufrieden sein. Dennoch würden die landesweiten Zahlen eine Problematik verkennen: „Wir haben in unserer Arbeit festgestellt, dass viele Schüler durch G8 auf der Strecke bleiben.“ Und jene, die durch das Turbo-Abitur gar nicht erst bis zu den Abiturprüfungen gekommen sind, tauchen auch nicht in der Erhebung des Kultusministeriums auf. „Das System produziert aber Verlierer“, meint Bartelt, den die positive Pressemitteilung des Ministeriums irritiert habe.

Eine Sprecherin des Ministeriums verwies nach Anfrage darauf, dass die Anzahl der nicht zur Prüfung zugelassenen Schüler tatsächlich nicht erfasst würde. Gleichzeitig machte sie darauf aufmerksam, dass die Landesregierung G9 zum kommenden Schuljahr wieder eingeführt hat und sich die Rahmenbedingungen dadurch wieder verbessern würden. Bartelt begrüßt das zwar, sieht das Problem für viele Schüler aber noch nicht gelöst – denn bevor das Abitur nach acht Jahren in Niedersachsen endgültig der Vergangenheit angehört, müssen sich Schüler noch bis 2020 durch das Turbo-Abitur kämpfen.

Von Jonas Rohde

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