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Einrichtungen vermitteln sexuelle Werte

Göttinger Aidshilfe Einrichtungen vermitteln sexuelle Werte

Das Gesundheitsamt, die Aids-Hilfe und Pro Familia schulen und klären auf, wenn es um die Themen sexuelle Gesundheit und sexuelle Identität geht. In einem Parcours wurden nun auch pädagogische Fachkräfte und Dolmetscher aus Einrichtungen für geflüchtete Menschen in diesen Themenbereichen weitergebildet.

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Göttingen. In Stationsarbeiten wurden die Helfer aus den Institutionen in den unterschiedlichsten Bereichen weitergebildet. Mit einem „Ampelspiel“ und den berühmten „Nasenmännchen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wurde spielerisch die Übertragbarkeit von sexuell übertragbaren Infektionen thematisiert. Zentrale Frage war: Ab wann ist HIV übertragbar?  An anderen Stationen ging es um grundlegendes Körperwissen, sexuelle Orientierung oder sexuelle Rechte und Selbstbestimmung.

„Neben den Einzelschicksalen, für die wir uns um Lösungen bemühen, geht es darum, Netzwerke aufzubauen und kultursensible Strategien zu entwickeln, damit wir Geflüchtete in unserer Stadt mit transparenten und verlässlichen Angeboten auch wirklich erreichen“, erklärte Simone Kamin von der Göttinger Aids-Hilfe.

„Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Es geht um nichts anderes als zuvor“, sagte Sexualpädagoge Nils Hilliger an seiner Station. „Wir müssen manchmal etwas früher anfangen, weil wir eventuell weniger voraussetzen können, und ein Gefühl dafür entwickeln, wo wir geflüchtete Menschen abholen können“, so Hilliger weiter.

Gemeinsam hätten Pro Familia, Aids-Hilfe und Gesundheitsamt schon viele Projekte gestemmt und könnten auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurückgreifen, sagte Kamin. Sinn der Veranstaltung sei vor allem die Wissensvermittlung, so Christina Mahler vom Gesundheitsamt.

Von Vincent Lubbe

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