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Göttinger Alexanderpreis 2015 für spannende und lebendige Texte

Auszeichnung Göttinger Alexanderpreis 2015 für spannende und lebendige Texte

Für eine Geschichte im Faktor-Magazin zum Göttinger Tuchmachergewerbe ist der Historiker Norman Lippert mit dem ersten Platz des Göttinger Alexanderpreises ausgezeichnet worden.

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Claudia Nachtwey (von links), Lina Rees, Ute Andres, Adrian Schulz, Norman Lippert, Laura Vele und Jens Wortmann.

Quelle: Heller

Göttingen. Ein Preis und eine besondere Würdigung gingen auch an das Eichsfelder und das Göttinger Tageblatt: Für eine Artikelserie über die Geschichte des Grenzzauns an der innerdeutschen Grenze erhielt Claudia Nachtwey einen von zwei dritten Preisen.

Eine Ehrung für die Sonderbeilage zum 125-jährigen Jubiläum des Tageblattes 2014 nahmen die ehemalige Chefredakteurin Ilse Stein und ihr Nachfolger, Geschäftsführer und Chefredakteur Uwe Graells entgegen. 

Die Presse habe weltweit eine besondere Aufgabe, leitete Jens Wortmann, Vorsitzender des Kuratoriums der Alexander-Stiftung, die Preisverleihung im Keller des Deutschen Theaters ein. „Die Pressefreiheit müssen wir beschützen“, betonte Wortmann mit Bezug auf die Terroranschläge in Paris. Der Kuratoriumsvorsitzende hielt die Laudatio auf den Hauptpreisträger Lippert, der in seinem Beitrag über die Göttinger Tuchmacher „anschaulich und spannend den Bogen von der Zeit der Hanse bis heute“ gespannt habe.

Der zweite Preis ging – erstmals für eine Radiosendung – an Ute Andres, die sich unter dem Titel „Das Tor zur Freiheit“ für das Deutschlandradio Kultur mit dem geplanten Museum für das Lager Friedland beschäftigt hat. „Wenn die Zeitzeugen sich erinnern, geht der Beitrag unter die Haut“, schilderte Laudator Heinz Peter Lohse seine Empfindungen bei Anhören des Wettbewerbsbeitrag, der auch schriftlicher eingereicht werden musste.

Claudia Nachtweys Texte um Ereignisse an der Grenze zur DDR seien „so lebendig geschrieben, dass ich beim L selbst manchmal selbst den Kopf eingezogen habe“, lobte Jurymitglied Sven Grünewald. Ebenfalls einen dritten Preis erhielt Laura Vele, die im Regjo-Magazin über Max Born und die „Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden“ schrieb, aus den Händen von Laudator Lohse.

Auch einen Schülerpreis vergab die Stiftung: „Noch viel zu tun“ lautet der Titel des von Lina Rees, Lovis Pape und Adrian Schulz verfasste Text der „FKG-Times“, der sich „in einem erfrischend lockeren Schreibstil“ mit der Erinnerungskultur am Göttinger Felix-Klein-Gymnasium beschäftigt, so Grünewald. Die Jubiläumsbeilage des Tageblattes würdigte Laudator Achim Block: Das Heft liefere in seinen vielen Beiträgen „das Gesamtbild einer lebendigen regionalen Tageszeitung“.

Historiker Norman Lippert ist mit dem ersten Platz des Göttinger Alexanderpreises ausgezeichnet worden. Ein Preis und eine besondere Würdigung gingen auch an das Eichsfelder und das Göttinger Tageblatt. ©Heller

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Mit der Geschichte der Volkhochschule Göttingen beschäftigte sich der ehemalige VHS-Leiter Günter Blümel in einem Festvortrag. Blümel beschrieb die Entwicklung der Erwachsenenbildung von den Leseclubs  und -gesellschaften Ende des 18. Jahrhundert über die Gründung der Göttinger Volkshochschule 1911 bis zu ihrer Neuaufstellung nach dem Zweiten Weltkrieg.

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