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Göttinger Alexanderpreis an Journalisten vergeben

Auszeichnungen Göttinger Alexanderpreis an Journalisten vergeben

Ein Historiker und zwei Tageblatt-Journalisten sind mit dem Alexanderpreis 2016 ausgezeichnet worden. Der erste Preis ging am Sonnabend an Norman Lippert. Weitere Preise gingen an Redakteur Jürgen Gückel auf Platz zwei und an den freien Journalisten Michael Caspar.

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Preisträger 2016: Michael Caspar, Norman Lippert und Jürgen Gückel (v. l.).

Quelle: Heller

Göttingen. Seit 1989 vergibt die nach dem Göttinger Journalisten Wolfgang Alexander (1926 bis 1986) benannte Stiftung den Preis für journalistische Arbeiten, die sich mit der Vergangenheit der Stadt Göttingen und ihres Umfeldes befassen. Die Jury habe auch in diesem Jahr schwierige Entscheidungen treffen müssen, sagte zur Eröffnung der Festveranstaltung im Deutschen Theater der Vorsitzende des Kuratoriums der Alexander-Stiftung, Jens Wortmann. Erneut sei eine Vielzahl interessanter und spannender Beiträge eingereicht worden.

Der Geschichtswissenschaftler Norman Lippert habe mit seinem in einem Regionalmagazin veröffentlichten Text über die Bedeutung der Göttinger Sternwarte für die Zeitmessung im 18. Jahrhundert „ein Stück wenig bekannter Stadtgeschichte aufleben lassen“, ergänzte Laudator Achim Block. Zugleich habe Lippert die Jury erneut mit seiner treffsicheren und leicht augenzwinkernden Darstellung erfreut. Der Historiker hatte den Alexanderpreis auch im vergangenen gewonnen.

Tageblatt-Redakteur Jürgen Gückel wurde bereits zum vierten Mal ausgezeichnet. Mit einer Artikel-Serie über die Geschichte der Forstwirtschaft in der Region sei er den Vorgaben des Preises ganz besonders gerecht geworden, sagte Laudatorin Elena Schrader. In seiner Reihe „Wald mit Stammbaum“ über private Waldbesitzer sei es Gückel in „hervorragender Weise gelungen, die Komplexität des Themas zu vermitteln und mit vielen kleinen Fakten und Anekdoten anschaulich zu machen“.

Eine sehr persönliche Würdigung widmete Wolfgang Just als bekennender Motorrad-Fan dem drittplatzierten Beitrag von Michael Caspar über die Motorrad-Produktion in Duderstadt vor 40 Jahren: „Der Autor hat mit dieser Geschichte mein Herz voll erwischt. „Tolle Bilder“ aus der Produktionszeit der OCR 1000 aus der Wankelmotor-Schmiede der Van Veen GmbH hätten den Beitrag im Tageblatt zusätzlich bereichert.

In seinem Festvortrag gab der Chefredakteur des Göttinger Tageblattes, Uwe Graells, einen anekdotenreichen, aber auch nachdenklich stimmenden Überblick über den journalistischen Arbeitsalltag und die Herausforderungen einer Zeitung in den 1970er-Jahren und in der heutigen Zeit. Journalismus werde heute zunehmend bestimmt von schnelllebigen Informationen über soziale Medien. Eine Entwicklung, der sich das Tageblatt auf vielen Kanälen stelle. Zugleich brauche es einen Bereich der Entschleunigung, in dem gut recherchierte Hintergrundinformationen zu finden sind: „Darum glauben wir auch an die gedruckte Zeitung", sagte Graells.

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Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016