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Feier zum 30. Geburtstag

Kino Lumière Feier zum 30. Geburtstag

Angefangen hat alles im Jahr 1980 mit der Gründung des Vereins Film- und Kino-Initiative Göttingen und dem Plan, ein kommunales Kino zu etablieren. Nach einer langwierigen Raumsuche, die in der Geismarlandstraße 19 endete, öffnete sich 1986 erstmals der Vorhang des Kinos Lumière.

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Quelle: r

Göttingen. Der erste Film, der im Lumière gezeigt wurde, war der Stummfilm „Carmen“ von Ernst Lubitsch. Namenspaten des Kinos sind die französischen Brüder Lumière, die vor mehr als 100 Jahren das Kino erfunden haben. In diesem Jahr feiert das Kino seinen 30. Geburtstag.

Wilfried Arnold gehört zu den rund 80 Filmbegeisterten, die damals die Film- und Kino-Initiative Göttingen gründeten. Heute ist er Geschäftsführer des Lumières. Das Besondere an diesem Kino sei, dass die Filmauswahl sich von der in kommerziellen Kinos unterscheide. „Die Filme sind darauf ausgelegt, dass sie auf einer bestimmten Ebene Sinn stiften“, sagt Arnold und fügt an: „Wir zeigen eher anspruchsvolle Filme, die Erkenntnisse bringen. Infos, Bilder und Einblicke in andere Kulturen werden gezeigt.“

Doch nicht nur Filme zeigt das Lumière; Vorträge, Ausstellungen und Diskussionen mit Filmemachern sowie Theateraufführungen sind fester Bestandteil des Programms. Außerdem gehören Kinderfilmfeste, Stummfilmfestivals, das Open-Air-Kino im Freibad Brauweg und das Europäische Filmfestival Göttingen dazu.

Diese Vielfalt ist laut Arnold auf die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kultureinrichtungen und Initiativen in Göttingen zurückzuführen und unterstreiche das Motto des Lumières „Andere Filme anders zeigen“. So gab es beispielsweise Kooperationen mit der Hilfseinrichtung Ärzte ohne Grenzen oder der Universität Göttingen.

Arnold sieht sein Kino als Ort, an dem unterschiedliche Menschen zueinander finden. „Wir brauchen öffentliche Orte, an denen man sich trifft und austauscht“, sagt er. Der Geschäftsführer betrachtet das Lumière als Kultureinrichtung, die durch Filme und andere Veranstaltungen vor allem Eindrücke fremder Kulturen vermittelt.

Möglichst unterschiedliche Menschen will Arnold mit den Angeboten im Lumière erreichen. Er freue sich, „dass es das Publikum für so etwas gibt“ und hofft, dass „die Kraft des Kinos“ und „das Interesse der Besucher“ weiter erhalten bleibe.

Von Alisa Altrock

Auszeichnungen

Das Lumière wurde für sein Programm und seine Kulturarbeit mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Seit 1992 wird das Lumière in jedem Jahr mit dem Niedersächsischen Kinoprogrammpreis ausgezeichnet. Außerdem erhielt das Kino auch Bundespreise. So erhielt es 2014 von der Deutschen Kinemathek in Berlin den ersten Preis für sein „Kommunales und soziales Engagement vor Ort“.

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