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Göttinger Antifaschististen mit Flugblättern gegen angebliche Neonazi-Familie

Familie unter Polizeischutz Göttinger Antifaschististen mit Flugblättern gegen angebliche Neonazi-Familie

Die „Antifaschistische Aktion Göttingen Geismar“ hat in Geismar Flugblätter verteilt, in dem eine Familie unter voller Namens- und Adressennennung neonazistischer Umtriebe beschuldigt wird. Nach mehreren Sachbeschädigungen wird die Familie von der Polizei geschützt.

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Quelle: Mischke

Geismar. Die Familie B., die im Kern von Geismar wohnt, sei in vielfältiger Weise rechtsextrem aktiv, erklärt die antifaschistische Aktion. So sei der Vater 2001 bei den Kommunalwahlen für die NPD angetreten. Mit seinem Sohn habe er 2012 den von Neonazi Thorsten Heise organisierten „Eichsfelder Heimattag“ der NPD besucht, ebenso wie im laufenden Jahr.

Zudem habe sein Sohn „in Geismar massenhaft Aufkleber mit rassistischen Hetzparolen verklebt“. Im Internet hetzten Familienmitglieder gegen Linke. Mit der Flugblatt-Aktion, heißt es seitens der antifaschistischen Aktion, „soll deutlich gemacht werden, dass Neonazis wie die Familie B. in Geismar oder Göttingen allgemein nicht erwünscht sind und wir nicht zulassen, dass sie ihre rassistische Propaganda verbreiten“.

Nach der Verteilung der Flugblätter zerstachen Unbekannte am vergangenen Freitag Reifen am Auto der Familie. In der Nacht zum Mittwoch wurden weitere Reifen zerstochen und die Windschutzscheibe beschädigt. Hier ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung.

Außerdem wurden Beamte zum Schutz der Familie abgestellt. Derzeit prüft die Polizei zudem, ob die Flugblattaktion und mehrere Einstellungen im Internet ähnlichen Inhalts strafbar sind. Die Ermittlungen führt das Staatsschutzkommissariat. Die Frage, ob die betroffene Familie selbst wegen rechtsextremistischer Aktivitäten im Visier der Ermittler steht, wollte die Polizei nicht beantworten.

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