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Göttinger Berufsfeuerwehr hatte 2014 so viele Einsätze wie noch nie

16.495 ausgerückt Göttinger Berufsfeuerwehr hatte 2014 so viele Einsätze wie noch nie

Es war der wohl größte Einsatz des vergangenen Jahres: Ein Lastwagen mit 22 Tonnen Rattengift kippte kurz vor Weihnachten bei Göttingen auf die Gegenfahrbahn der A 7. Zwei Fahrzeuge rasten in die Unfallstelle, ein Mensch starb. Die Feuerwehr Rosdorf war schnell vor Ort, gemeinsam mit der Göttinger Berufsfeuerwehrleuten. „Wir hatten 2014 so viele Einsätze wie nie“, berichtete Martin Schäfer, Leiter der Berufsfeuerwehr.

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Gefahrgutunfall auf der A 7 im Dezember: Auch hier war die Göttinger Berufsfeuerwehr im Einsatz.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Schäfer stellte den vorläufigen Jahresbericht am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Holtensen vor. Danach rückten die Göttinger im vergangenen Jahr knapp 16 495 mal aus – 400 mal häufiger als 2013.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich jedoch eines grundlegend geändert: „Es gibt immer weniger Brände, dafür zunehmend technische Hilfeleistungen, sagt Schäfer. 699 mal (2013: 812) rückte die Berufsfeuerwehr nach Feueralarmierung aus. Darunter waren zwei sogenannte Großbrände und viele kleinere Ereignisse. 368 mal handelte es sich um „blinden Alarm“.

Die vorsätzliche unnötige Betätigung eines Brandmelders wurde 37 mal registriert. 2013 gab es noch 136 dieser sogenannten böswilligen Alarme. „Das ist stark zurückgegangen, was vermutlich an der Videoüberwachung liegt, die in einigen Göttinger Gebäuden installiert wurde“, meint Schäfer.

Hart an der Belastungsgrenze

2019 technische Hilfeleistungen wie Verkehrsunfälle, Tierrettung und Unwettereinsätze wurden im vergangenen Jahr registriert – gegenüber 1887 im Jahr 2013. Auch der Rettungsdienst hatte mit 13 777 Einsätzen viel mehr zu tun als 2013 (13 393). „Das war hart an der Belastungsgrenze“, sagt Schäfer.

Eine positive Bilanz zieht der Berufsfeuerwehrchef aus dem gemeinsam mit der Uni Göttingen durchgeführten Projekt der telefonisch angeleiteten Reanimation, „damit haben wir allein 2014 sechs Menschen das Leben gerettet“. Kritische Worte fand Schäfer im Zuge seines vorläufigen Jahresberichts für die Ereignisse in der Silvesternacht.

Einsatzkräfte im Dienst wurden am Kornmarkt aus der Menge heraus mit Böllern und Raketen beschossen, „das kann nicht sein, dass Feuerwehrleute so massiv angegriffen werden“.

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