Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Politiker informieren sich über Integartion

"Nicht von heute auf morgen erledigt" Politiker informieren sich über Integartion

Um sich ein Bild von der Lage in Flüchtlingsunterkünften zu machen, haben Göttinger CDU-Politiker am Mittwoch die Unterkunft am Nonnenstieg besucht. Im ehemaligen IWF ging es um ehrenamtliches Engagement, Integration und Probleme, für die die Bewohner nichts können

Voriger Artikel
Jetzt beginnt das Feintuning
Nächster Artikel
„Sicher unterwegs“ im „Kaufpark“

Insgesamt arbeiten 12 Personen in der Einrichtung, auf dem Bild Jawad Jarzani und Michael Bonder von Bonveo mit Fritz Güntzler (CDU) und Ludwig Theuvsen (CDU).

Quelle: Höland

Göttingen. Er sei „sehr angetan“ von dem Bild, dass die Unterkunft vermittele, sagte der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) nach dem Besuch. Derzeit leben 181 Flüchtlinge in der Unterkunft, davon 40 Kinder.

Größere Konflikte sind nach den Worten Michael Bonders, Geschäftsführer des Unterkunftbetreibers Bonveno, zuletzt ausgeblieben. Stattdessen stehe mittlerweile die Integration im Vordergrund: Die Kinder besuchen Schulen und Kitas in der Umgebung, die Erwachsenen großteils Sprachkurse.

Funktioniert immer noch

„Es läuft in diesem Viertel sehr gut“, erklärte auch die Einrichtungsleiterin Anouschka Abu Talebi und verwies auf die zahlreichen Ehrenamtlichen in der Unterkunft. „ Die kümmern sich auch um die Beziehungsebene,“ sagte sie – etwas, was ihr zufolge die Hauptamtlichen nicht leisten können. Dass das nach der "anfänglichen Euphorie" im vergangenen Sommer immer noch funktioniert, freute

Güntzler: „Ich hatte befürchtet, dass verpufft in unserer schnelllebigen Welt,“ gab er zu.

Probleme gibt es trotzdem, beispielsweise beim Familiennachzug: „Man hat die gesunden Männer vorgeschickt, um die Frauen und Kinder nachzuholen“, glaubt Bonder. Weil die Botschaften im Nahen Osten überlastet seien, säßen die Familien allerdings in Krisenregionen fest. Das erschwert nach Bonders Angaben die Integration: „Die Männer sind in Gedanken woanders, so funktioniert der Spracherwerb nicht“.

Auch die Hoffnung von Landratskandidat Ludwig Theuvsen (CDU) auf eine schnelle Integration von Flüchtlingen über den Arbeitsmarkt enttäuschte Bonder: „Integration ist nicht von heute auf morgen erledigt“, erklärte er.

Von Christoph Höland

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"