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Göttinger CDU setzt auf mehr Beteiligung

Satzungsänderung Göttinger CDU setzt auf mehr Beteiligung

Der Göttinger Kreisverband der CDU baut auf mehr Mitgliederbeteiligung. Statt wie bisher auf ein Delegiertensystem zu setzen, sollen die Kreisparteitage künftig Mitgliederversammlungen sein. Einer entsprechenden Satzungsänderung stimmten die Delegierten beim 50. Kreisparteitag am Mittwochabend zu.

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Quelle: Warmuth/dpa (Symbolfoto)

Groß Ellershausen. „Damit wird die unmittelbare Mitgliederbeteiligung weiter gestärkt“, sagte Fritz Güntzler, den die knapp 100 Delegierten als Kreisvorsitzender im Amt bestätigten. Güntzler hofft, dass es durch die Änderung "noch interessanter" ist, Mitglied in der CDU zu werden. Derzeit hat die CDU im Kreis rund 1900 Mitglieder. Aber ihre Zahl sinkt. So seien die Parteieinnahmen im vergangenen Jahr auch durch den Mitgliederrückgang mit 128000 Euro statt 133000 Euro geringer ausgefallen als zunächst erwartet. 

Auch Gastredner Jens Spahn, CDU-Präsidiumsmitglied und parlamentarischer Staatsekretär im Bundesfinanzministerium, ging in seinem Vortrag "Meine CDU 2017 - Volkspartei der Zukunft"  auf das Thema Mitgliederentwicklung ein. Derzeit sei ein Drittel der Mitglieder in der Bundespartei 70 Jahre und älter. Die Hälfte sei 50 Jahre und älter. Kaum die Hälfte seien Frauen. "Das bildet die Bevölkerung in der Breite nicht ab", sagte Spahn. Daher sei es dringend notwendig, dass die CDU attraktiver für Jüngere und für Frauen wird.

Eine Volkspartei wie die CDU, nach Güntzlers Ansicht die einzig verbleibende Volkspartei in Deutschland, müsse den Spagat schaffen, sagte Spahn. Sie müsse bei Fronleichnamsprozessionen ebenso präsent sein wie beim Christopher Street Day. Spahn lobte den Göttinger Schritt, Kreisparteitage als Mitgliederversammlungen zu organisieren. Das sei demokratisch und der Mehrwert einer Mitgliedschaft liege so beim Mitentscheiden.

Die Göttinger Kreis-CDU steht in den kommenden Monaten die Beschäftigung mit den anstehenden Kommunal- und Landratswahl an. "Ich hoffe, wir finden genügend Kandidaten", sagte Güntzler.

Auch die Fusion mit dem Landkreis Osterode bringe große Herausforderungen mit sich. Dabei dürfe es nicht nur um Verwalten gehen. „Die CDU will den neuen Landkreis Göttingen vital gestalten und wirtschaftlich voranbringen“, sagte Güntzler. Er unterstrich den Anspruch der CDU im fusionierten Landkreis Verantwortung zu tragen. 

Während des Parteitages wurde Otto-Manfred Hack mit der Verdienstmedaille der CDU Deutschlands und einem Dankesschreiben der Bundesvorsitzenden Angela Merkel für seine Leistungen für die Partei geehrt.

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