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Göttinger China-Restaurant musste 2015 erst achtmal Zuschlag kassieren

Gierige Büfett-Gäste Göttinger China-Restaurant musste 2015 erst achtmal Zuschlag kassieren

Seit Jahresbeginn verlangt das Göttinger China-Restaurant fünf Euro Zuschlag, wenn sich Gäste beim Büfett soviel auf den Teller laden, dass am Ende ein Großteil weggeworfen werden muss. Der gewünschte Effekt ist offenbar eingetreten: Laut Inhaber Lin Ping sei der Aufschlag seither erst achtmal kassiert worden.

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Hat seine Gäste zu maßvollen Portionen erzogen: Lin Ping.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Seit drei Jahren betreibt Ping das China-Restaurant Kaiserpalast an der B 27. Mittags bietet er asiatisches Büfett an, an Sonn- und Feiertagen sowie abends gibt es am mongolischen Barbecue-Büfett reichlich Auswahl. Und das sei von manchen Gästen derart ausgiebig genutzt worden, dass er häufig noch gut gefüllte Teller beim Kassieren vorfand. Nicht nur ihn störte das. Viele seiner Stammgäste hätten gesagt, es sei schade, soviel Essen entsorgen zu müssen.

 
Ein Bekannter, so Ping, ebenfalls Inhaber eines China-Restaurants in Dortmund, habe ihm gesagt, er verlange einen Zuschlag für allzu gierige Gäste. Das habe er auch einmal ausprobieren wollen, sagt Ping. Seit Jahreswechsel verlangt er nun den Fünf-Euro-Aufschlag. „Seither ist es viel besser geworden“, so Pings Fazit nach gut siebeneinhalb Monaten. „Wir haben viel weniger Reste, die wir entsorgen müssen“, berichtet der Gastronom. Wie oft er denn seither den Zuschlag kassiert habe? Ping denkt nach, sagt dann: „Maximal achtmal.“

 
Der Kaiserpalast-Inhaber stellt klar, dass seine Bedienungen stets fragten, ob es geschmeckt habe. Wer etwas auf dem Teller lasse, weil es ihm nicht geschmeckt habe, sagt Ping, müsse auch keine extra Gebühr bezahlen. „Wenn ein Gast nicht zufrieden ist, versuchen wir das besser zu machen.“

 
Pings Gäste werden über den drohenden Preisaufschlag am Büfett informiert. Anfangs habe er Sorge gehabt, dass die Gäste nicht mehr kommen. Dann ergänzt Ping, dass es vielleicht sogar besser sei, wenn solche Gäste, von denen viel Essen weggeworfen werden muss, wegblieben. „Ich möchte auch teure Produkte anbieten,“ sagt Ping, „aber eben nicht wegwerfen.“ Ein Kollege Pings in Duderstadt überlege inzwischen sogar auch, einen Zuschlag einzuführen.

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