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Göttinger City: „Attraktives Angebot“ mit Schwächen

Zweite Göttinger Innenstadtkonferenz Göttinger City: „Attraktives Angebot“ mit Schwächen

Hohe Immobilienpreise, fehlende zusammenhängende Verkaufsflächen zwischen 400 und 1500 Quadratmetern, für Besucher wenig einladend wirkende Geschäftsstraßen jenseits der Weender Straße, eine nicht mehr zeitgemäße Gestaltung der Fußgängerzone, wenig Abstellplätze für Fahrräder – die Göttinger Innenstadt hat einige zum Teil gravierende Schwächen.

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Arbeitsplatz für mehr als 2000 Menschen: Die Göttinger Innenstadt bietet allein 490 Einzelhandelsgeschäfte.

Quelle: Pförtner

Das geht aus einem Konzept für den Themenbereich Einzelhandel und Wirtschaft hervor, das als Diskussionsgrundlage für die zweite Innenstadtkonferenz dienen soll. Darin sind Anregungen und Ideen zur zukünftigen Entwicklung der Innenstadt eingeflossen, die zur ersten Innenstadtkonferenz im Juni 2008 erarbeitet worden sind. Weitere Konzepte gibt es für die Themen Wohnen, Kultur, Stadtgrün, Stadtgestalt, Denkmalschutz und Verkehr.

Neben den Schwächen im Bereich Handel und Wirtschaft listet das Konzept Stärken der Göttinger City auf. Dazu gehören unter anderem ein „Funktionenmix“ aus Wohnen, Handel und Gastronomie, der bis in die Abendstunden für eine gut besuchte Innenstadt sorgt. Zudem sei der Innenstadtbereich durch den historischen Stadtgrundriss „überschaubar und unverwechselbar“. Gerade in den Seitenstraßen gebe es ein „attraktives Angebot inhabergeführter Geschäfte“. Durch das Göttinger Einzelhandelskonzept und den „konsequenten Ausschluss eines großflächigen innerstädtischen Shopping-Centers“ gebe es bislang ein „relativ günstiges Verhältnis zwischen Filialen und inhabergeführten Geschäften“. Sowohl das Angebot an Geschäften als auch die „verkehrliche Erreichbarkeit“ machen aus der City ein Ziel für Besucher aus der „engeren und weiteren Region“.
Zwei Ziele werden in dem Konzept formuliert: „Ein „qualitätsvoller Geschäftsbesatz in der Innenstadt wird angestrebt und gefördert.“ Dazu soll der Standort City durch „gestalterische Maßnahmen“ gefördert werden. Zur Sicherung der Innenstadt sollen ebenso das Einzelhandelskonzept fortgeschrieben werden und die „innenstadtrelevanten Warensortimente aus der Göttinger Liste“ auf die Innenstadt beschränkt bleiben. Gleichzeitig sollen „größere, zusammenhängende Einzelhandelsflächen“ bis maximal 10 000 Quadratmeter möglich sein.
Als zweites Ziel soll die „Lesbarkeit der Innenstadt und ihrer Angebote durch gute Orientierungsmöglichkeiten“ verbessert werden. Dazu gehören die Weiterentwicklung eines Fußgängerleitsystems sowie die Um- und Neugestaltung der Stadteingänge.

Derzeit gibt es in der City knapp 76 000 Quadratmeter Verkaufsfläche – 1975 waren es 73 000 Quadratmeter –, die sich auf 491 Einzelhandelsbetriebe verteilen. Abgesehen von den großen Verkaufsflächen von drei Karstadthäusern, C&A, Carré und Kaufland überwiegen Betriebsgrößen von bis zu 400 Quadratmetern. 2028 Personen hatten im Dezember 2009 ihren Arbeitsplatz in der Göttinger Innenstadt.

Die zweite Innenstadtkonferenz beginnt am Sonnabend, 23. Januar, um 10 Uhr in der Aula des Felix-Klein-Gymnasiums, Böttingerstraße 17. Weitere Informationen unter Telefon 05 51 / 4 00 25 58.

Von Michael Brakemeier

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