Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Göttinger Elektroschrott-Container müssen weg

Modellversuch gescheitert Göttinger Elektroschrott-Container müssen weg

Weil Lithiumbatterien bei Aufprall und Druck explodieren können, müssen die zwölf Depotcontainer für Elektrokleingeräte in der Gemeinde Friedland wieder entfernt werden. Der Landkreis Göttingen, der in diesem Jahr 50 solcher Container auch in anderen Gemeinden aufstellen wollte, stoppt das Vorhaben.

Voriger Artikel
Neue Beschwerdestelle des Landkreises Göttingen zieht Bilanz
Nächster Artikel
Geburtshelferkröte bekommt Platz am Dransfelder Silbersee
Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Stadt hat ihre Sammelboxen bereits demontiert. „Hintergrund ist eine neue rechtliche Regelung“, erläuterte Umweltdezernentin Christel Wemheuer (Grüne) im Umweltausschuss des Kreistags. Gemäß dem Europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR) dürfen Geräte mit lithiumhaltigen Batterien nicht mehr umgeschüttet werden. Der Transport ist nur in Gitterboxen erlaubt. „Noch gilt eine stillschweigende Übergangsfrist“, erklärte Wemheuer. Doch die Verkehrsbehörden hätten Kontrollen angekündigt.

 
Daher werden die Container in der Gemeinde Friedland, die im September 2013 im Zuge eines Modellversuchs aufgestellt wurden, am 9. und 10. Juli wieder abgebaut. Wemheuer (Grüne) zeigte sich über die neue Regelung verwundert. Wesentlich gefährlichere Güter dürften nach wie vor auf der Straße transportiert werden.

 
Einige Ausschussmitglieder sorgen sich, dass nun Lithiumbatterien im Restmüll landen könnten. Günther Helberg im Kreisumweltamt bestätigte, dass einige Bürger sorglos mit gefährlichen Gütern umgingen. So entsorgten sie unter anderem Gasflaschen, Feuerlöscher oder Karbidlampen in der Abfalltonne. Wenn der Restmüll beim Eintreffen auf der Deponie geschreddert werde, knalle es regelmäßig. Hellberg: „Den Zauber haben wir bereits.“

 
Um dem entgegenzuwirken, will der Landkreis verstärkt über gebührenfreie Entsorgungsmöglichkeiten informieren. Die Recyclinghöfe, die Schadstoffmobile und verschiedene Elektrohändler nehmen Altgeräte an. Außerdem gibt es die Elektronikschrottsammlung. mic

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"