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Kartoffeln gegen Klamotten

Tauschaktion für Alttextilien Kartoffeln gegen Klamotten

Die Bluse ist zu eng, die Flecken auf der Tischdecke gehen nicht mehr raus, der Stoffrest zu nicht mehr zu gebrauchen. Statt diese Teile wie üblich zum Container zu bringen, können die Göttinger am 20. Oktober ihre Alttextilien gegen Kartoffeln aus der Region eintauschen.

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Schon 2013 und 2014 konnten die Göttinger ihre Alttextilien gegen Kartoffeln aus der Region eintauschen.

Quelle: GEB

Göttingen. Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) wiederholen nach dem großen Zuspruch in den Jahren 2013 und 2014 die Tauschaktion „Kartoffeln gegen Alttextilien“ in diesem Jahr wieder: am Donnerstag, 20. Oktober, von 14 bis 16 Uhr auf dem Parkplatz am Albanikirchhof.

„Bei der Tauschaktion werden die Alttextilien gewogen“, erklärt Maja Heindorf von den GEB die Spiel­regeln. „Pro Kilogramm Textilien erhält der Tauschpartner ein Pfund Kartoffeln. Maximal werden 50 Kilogramm Textilien gegen 25 Kilogramm Kartoffeln, selbstverständlich aus der Region, getauscht“, so Heindorf. Die Tauschaktion umfasse alle Textilien, die sonst über die mittlerweile 150 stadtweit aufgestellten Alttextilien-Container entsorgt werden, so Heindorf weiter und zählt auf: Altkleider, Stoffe und Stoffreste, Heimtextilien wie zum Beispiel Tisch- und Bettwäsche und auch Schuhe, Federbetten und Decken. Alles sollte sauber, trocken und in Tüten verpackt sein.

„Wir wollen so auf die Wertigkeit der Alttexti­lien hinweisen“, begründet die GEB-Sprecherin die Tauschaktion. Zudem trage der Verkauf der in Göttingen getrennt erfassten Alttextilien zur Stützung des Gebührenhaushalts bei. „Jeder Cent der Erlöse kommt somit jeden Göttinger Gebührenzahlern zugute. Der Kartoffeltausch drückt somit gleichermaßen Wertschätzung und Dan­keschön aus“, so Heindorf.

Be­rechnungen des Fachverbandes Textilrecycling zufolge sei die bundesweite Sammelmenge an Alttextilien von 2007 bis 2013 um 26 Prozent auf über eine Million Tonnen gestiegen. Das entpreche einer Sammelmenge von jährlich 12,6 Kilogramm je Göttinger Einwohner. „Für unsere Stadt würde das ein Potenzial von rund 1560 Tonnen be­deuten.“ 2015 hätten die GEB 580 Tonnen Textilien erfasst, was etwa 4,7 Kilogramm je Bürger und Jahr bedeute. Anhand einer Sortieranalyse aus dem Jahr 2012 befänden sich weitere 4,5 Kilogramm im Restabfall. „Diesen wertvollen Rest möchten wir aus dem Abfall herausholen“, sagt Heindorf.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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