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"Zunehmende Unsitte"

Entsorgungsbetriebe erklären "Littering" zum Sommerproblem "Zunehmende Unsitte"

Die Göttinger Entsorgungsbetriebe machen auf ein Problem in der Stadt Göttingen aufmerksam: "Littering". Littern oder Littering ist ein Begriff aus dem Englischen, der das Wegwerfen von Müll auf die Straße beschreibt. Abfalleimer würden oft außer Acht gelassen. Durch diese "zunehmende Unsitte" verschlechtere sich das Erscheinungsbild der Stadt Göttingen, sagt Maja Heindorf von den Göttinger Entsorgungsbetrieben (GEB).

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Durch diese "zunehmende Unsitte" verschlechtere sich das Erscheinungsbild der Stadt Göttingen, sagt Maja Heindorf von den Göttinger Entsorgungsbetrieben (GEB).

Dies mache nicht nur einen schlechten Eindruck auf die Bürger, sondern auch auf die Gäste der Stadt. Das Phänomen sei in erster Linie "ein großes Sommerproblem", glaubt Heindorf, „weil die Leute ihre Zeit eher draußen verbringen“. Vor allem dort, wo sich viele Menschen aufhielten, lande häufig Abfall auf der Straße, auf Gehwegen und öffentlichen Grünflächen. Dabei stünden weit mehr als 1000 Abfallkörbe stadtweit bereit. „Schauen Sie allein in die Fußgängerzone. In Außenbereichen von Gastronomien fliegen Servietten vom Tisch oder anderer Müll landet dort, wo wenige Meter entfernt Abfalleimer zur Verfügung stehen“, sagt Heindorf.

Littering könne durchaus eine Geldstrafe nach sich ziehen, sagt Heindorf. Das sei aber wegen Personalmangels nur schwer zu kontrollieren. "Eigentlich sollte die Stadtsauberkeit für jeden Bürger wichtig sein“, so die GEB-Sprecherin weiter, trage sie doch zu einem besseren Lebensgefühl in der Stadt bei.

Die Göttinger Entsorgungsbetriebe setzten sich aber weiter gegen Littering ein und planten das Geocoaching-Sommerabenteuer. Genauso wie beim stadtweiten alljährlichen Frühjahrsputz sind die Teilnehmer dort aufgerufen, arglos weggeworfenen Müll aufzusammeln. Dafür erhalten sie zu Beginn einer Runde Handschuhe und Müllbeutel von den GEB. Die Bürger der Stadt Göttingen können aber auch helfen, indem sie ihre Mitbürger darauf aufmerksam machen, den Müll ordnungsgemäß wegzuwerfen.

„Wenn Sie sehen, dass ein Passant vor Ihnen etwas fallen lässt, dann nehmen Sie ruhig Ihren Mut zusammen und sagen ihm, dass der Abfalleimer ein paar Meter weiter steht“, appelliert Heindorf. Damit greife man niemanden an, sondern helfe dabei, das Erscheinungsbild der Stadt Göttingen zu verbessern. Nur so könne die Sauberkeit zum Stadtgespräch werden und Littering stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden, ist sich die GEB-Sprecherin sicher. Wie viel Müll jährlich auf den Straßen Göttingens landet, können die GEB nicht genau sagen. Das Littering werde in der Abfallstatistik nicht extra erfasst. kf

Hinweise zu „Schmuddelecken“ in Göttingen werden unter der Servicenummer der GEB entgegengenommen: 0551/4005400.

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