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„Wir dürfen einfach nicht locker lassen“

Göttinger Erklärung „Wir dürfen einfach nicht locker lassen“

Neuen Schub in die Gleichstellungsdebatte bringen soll die „Göttinger Erklärung für ein Paritätsgesetz“. Fast 60 Menschen haben sie am Mittwoch unterschrieben. Damit unterstützen sie die Forderung nach einer zahlenmäßigen Gleichheit von Männern und Frauen in deutschen Parlamenten.

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Quelle: r

Göttingen. Die Idee sei durch eine Popularklage in Bayern entstanden, sagte Christine Müller, Gleichstellungsbeauftragte und Leiterin des Göttinger Frauenbüros. Die Jura-Professorin Silke Laskowski von der Universität Kassel vertritt in Bayern die Popularklage für ein Paritätsgesetz vor dem Verfassungsgerichtshof. Laskowski informierte am Mittwoch über den Stand der Klage: Die Grünen und die Freien Wähler unterstützen die Klage, die CSU lehne sie ab. Ebenso lehne die SPD die Klage ab, kündige aber ein Gesetz für paritätisches Wahlecht an. Eine Stellungnahme der Staatskanzlei erfolge bis zum 17. März. „Es rumort im bayrischen Landtag“, fasste Laskowski zusammen.

Laskowski war eine der Ersten, die die Erklärung unterschrieb. Auch Bürgermeisterin Helmi Behbehani (SPD) unterzeichnete die Erklärung. „Demokratie bedeutet auch, dass beide Geschlechter gleichermaßen in den Parlamenten vertreten sind“, sagte sie. Claudia Leuner-Haverich, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbau GmbH, unterschrieb, weil sie eine gerechte Teilhabe und ein „Miteinander in der Gesellschaft“ wichtig findet. Die Richtung, die mit der Göttinger Erklärung eingeschlagen wird, stimme, sagte Inge Wettig-Danielmeier, ehemalige Göttinger Bundestagsabgeordnete. Auch sie unterschrieb die Erklärung.

„Wir dürfen einfach nicht locker lassen“, sagte Müller und ergänzte: „Unsere Welt braucht mehr Frauen in Führungspositionen und mehr Männer, die sich für Gleichstellung engagieren.“ Bis Ende März liegt die Erklärung im Frauenbüro der Stadt Göttingen im Neuen Rathaus für weitere Unterschriften aus.

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