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Göttinger "Ethno-Kids" erkunden Begrüßungen in anderen Ländern

Verbeugung, Handkuss, Umarmung Göttinger "Ethno-Kids" erkunden Begrüßungen in anderen Ländern

Verbeugung, Handkuss, Umarmung: Wie begrüßten sich Menschen eigentlich in anderen Ländern? Dieser Frage sind die „Ethno-Kids“ im Institut für Ethnologie der Universität Göttingen nachgegangen. Das regelmäßige Format für Kinder ab fünf Jahren soll Einblicke in fremde Kulturen geben.

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Quelle: Heller

Göttingen. „Küss’ die Hand, gnä’ Frau!“, sagt man in Österreich. Zumindest noch beim Wiener Opernball. Weit muss man also gar nicht reisen, um sich als Deutscher von Begrüßungen überraschen zu lassen. Auch in einem anderen Nachbarland schaden Kenntnisse übers Hallo-sagen nicht: In Frankreich begrüßt man sich mit zwei bis vier „bisous“ – dem typischen Wangenkuss, der allerdings nur gehaucht wird, die Lippen küssen dabei in die Luft.

Und wie schaffen es die Franzosen, sich aus Versehen nicht auf den Mund zu küssen? Ganz einfach: Beide fangen einfach auf der linken Seite an, so landet jeder Kuss, wo er hingehört. Den versammelten Kindern ist das trotzdem nicht ganz geheuer. „Das mache ich nicht! Wir kennen uns ja gar nicht“, meint Caspar höflich aber bestimmt zu seiner Sitznachbarin.

Viel besser finden die versammelten Kinder die chinesische Begrüßungskultur: Hier verbeugt man sich höflich, wobei die Tiefe und Dauer der Verbeugung Rückschluss auf gesellschaftliche Hierarchien gibt. Auch das Ni-Hao-Sagen macht den Kleinen keine Probleme. Und wenn es doch nicht ganz so zurückhaltend zugehen soll, gibt es immer noch das polynesische Muschelhorn: Damit informiert man ganze Inseln über die Ankunft wichtiger Gäste.

Von Jonas Rohde

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