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Göttinger FDP fordert „substanzielle Hilfe für Flüchtlinge“

Stadtrat Göttinger FDP fordert „substanzielle Hilfe für Flüchtlinge“

„Substanzielle Hilfe und Anerkennungskultur für Flüchtlinge“ muss aus Sicht des Göttinger FDP-Stadtverbandes nun den „wohlfeilen Lippenbekenntnissen von Rotgrün zu Willkommens- und Wohlfühlsätzen in Richtung von Flüchtlingen“ folgen.

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Quelle: Eisele/afp

Göttingen. „Ohne auch nur die abzuschaffende Vorrangprüfung des Arbeitsamtes für Flüchtlinge anzusprechen, die die FDP nach ihrem umfassenden Flüchtlingskonzept abschaffen will, begnügen sich die Sonntagsredner wie kürzlich im Rat der Stadt Göttingen, mit schwachen Aussagen, die den Menschen vor Ort nicht helfen“, erklärt die Vorsitzende des Stadtverbandes, Felicitas Oldenburg.

„Wie werden sonst die kaum verhüllt ausländerfeindlichen Sprüche wie die eines einzelnen Informatikprofessors aufhören, wenn nicht durch die Möglichkeit für Flüchtlinge, zu zeigen, was in ihnen steckt“, fragt die liberale Politikerin. Sie bezieht auf einen Brief des Informatikprofessors Harald Richter an die Mitglieder des Sozialausschusses.

Oldenburg plädiert, dass Flüchtlinge „selbsttätig und auf dem Arbeitsmarkt ohne ungerechte Zugangshemmnisse“ leben können. Daher muss auf die Ratsresolution zum Thema Willkommenskultur „dringend“ eine Anfrage an die rotgrüne Landesregierung folgen: Oldenburg fordert mehr Geld für Sprachlernklassen ohne Abstriche bei den Förderstunden für andere Kinder und eine Initiative für eine Abschaffung der künstlichen Zugangsbarrieren zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge.

Die fast zur Hälfte minderjährigen Flüchtlinge verdienten eine schnelle Förderung und ausreichend Sprachlernangebote, die Erwachsenen eine Perspektive und Anerkennung ihrer Leistungen, erklärt Oldenburg. Sie betont: „Flüchtlinge zu beherbergen, auch in größeren, familiär gestalteten und gut betreuten Wohneinheiten, wenn es dem Zustrom entspricht, ist humanitäre Pflicht auch unserer Kommune Göttingen.“

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