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Göttinger Flüchtlingshilfe soll professioneller werden

Politiker fordern Freiwilligenmanagement Göttinger Flüchtlingshilfe soll professioneller werden

Im Landkreis Göttingen soll ein professionelles Freiwilligenmanagement aufgebaut werden, das die Hilfsangebote für Flüchtlinge koordiniert. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag haben Politiker im Sozialausschuss parteiübergreifend auf den Weg gebracht.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Ziel sei es, Angebot und Nachfrage so zusammenzubringen, „dass ein Höchstmaß an Hilfen bei den Menschen ankommt“, heißt es in dem von SPD und Grünen formulierten Antrag. Um dies zu erreichen, wird von der Kreisverwaltung ein dauerhaft besetztes Bürgertelefon gefordert. Außerdem soll eine möglichst interaktiv aufgebaute Homepage gestaltet werden. Ergänzt werden soll das Sofortprogramm durch den verstärkten Einsatz von Kulturdolmetschern, Dolmetschern und Integrationslotsen. Gefordert wird auch eine Aufstockung der Stellen im Bereich der Sozialarbeit für Flüchtlinge, die der Kirchenkreis Münden, die Caritas und das Migrationszentrum in Göttingen für den Landkreis wahrnehmen.

 
„Das Sofortprogramm soll die bereits bestehenden Angebote bündeln, ergänzen und fördern“, heißt es im Antrag weiter: „Eine abgestimmte Zusammenarbeit mit allen Akteuren und der Stadt Göttingen ist anzustreben.“ Das Angebot zielt nicht auf die 4800 Flüchtlinge, die laut Antrag derzeit im Grenzdurchgangslager Friedland und seinen Außenstellen vorübergehend untergebracht sind. Es gehe vielmehr um die Flüchtlinge, die längerfristig im Landkreis wohnen. Das sind laut Verwaltung derzeit rund 350, zu denen bis Januar 2016 nach derzeitiger Zuweisung noch 130 hinzukommen sollen. Es gebe in der Bevölkerung eine „Welle der Hilfsbereitschaft“, sagte Dietmar Linne (Grünne). Die Angebote sollten daher zentral gesteuert werden.

 
Der politische Wunsch nach einer Aufstockung der Stellen treffe in der Verwaltung auf offene Ohren, sagte Sozialdezernent Marcel Riethig. Eine Bürgerhotline hat der Landkreis unterdessen bereits eingerichtet: Sie ist unter 0551/525-9155 montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr zu erreichen.

Von Jörn Barke

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