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Göttinger Friedenspreis für zwei Initiativen

Ehepaar und "Boat People Projekt" Göttinger Friedenspreis für zwei Initiativen

Der Göttinger Friedenspreis 2016 geht an das Festival-Projekt "Rockmusik für Demokratie und Toleranz" der Eheleute Birgit und Horst Lohmeyer aus Jamel sowie an das Freie Theater "Boat People Projekt" aus Göttingen, wie die Stiftung Dr. Roland Röhl mitteilte. Sie vergibt den mit 3.000 Euro dotierten Preis.

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Das "Boat People Projekt, dessen neuestes Stück "Eine Stadt verändert sich" am Aschermittwoch Premiere feierte, erhält den Göttinger Friedenspreis 2016.

Quelle: Pförtner/Archiv

Göttingen/Wismar. Das Ehepaar Lohmeyer erhalte den Friedenspreis für seinen unerschrockenen Einsatz und seine Zivilcourage im Kampf gegen Neonazis in Mecklenburg-Vorpommern, erklärte die Stiftung. Seit 2007 veranstalteten die Lohmeyers in jedem Jahr das Open-Air-Festival gegen Rechts. Es solle den Nazis demonstrieren, dass ihnen "demokratischer Gegenwind" entgegenwehe. Die Eheleute wurden immer wieder von Rechtsextremisten bedroht. Im August 2015 brannte die Scheune ihres Forsthofes nieder.

 

Die Göttinger Theater-Initiative "Boat People Projekt" arbeitet mit wechselnden Ensembles zu den Themen Flucht und Migration. In jeder Produktion untersuchten die Theaterschaffenden aufs Neue, wie sich die Gesellschaft durch Zuwanderung und Integration verändere, begründete die Stiftung ihre Wahl. Die Theaterstücke erzählten konkrete Ereignisse und Geschichten von Flüchtenden. Eindrücklich sei insbesondere, wie Flüchtlinge selbst in die Produktionen und Aufführungen eingebunden würden.

 

Stifter des Göttinger Friedenspreises war der Wissenschaftsjournalist Roland Röhl. Er befasste sich vor allem mit Fragen der Sicherheitspolitik und der Konfliktforschung. Röhl starb 1997 an Krebs. Frühere Preisträger waren unter anderem die Organisation "Pro Asyl" und der SPD-Politiker Egon Bahr. Der Friedenspreis wird am 5. März 2016 in der Aula der Universität Göttingen verliehen. epd

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