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Göttinger Fundfahrräder für Flüchtlinge

Ratsbeschluss Göttinger Fundfahrräder für Flüchtlinge

Einstimmig haben die Mitglieder des Sozialausschusses des Göttinger Rates einem Antrag der SPD-Fraktion zugestimmt. Darin geht es darum, Fundfahrräder für Flüchtlinge herzurichten und ihnen zur Verfügung zu stellen, statt die Räder zu versteigern.

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Quelle: Pförtner (Symbolbild)

Göttingen. Die Beschlussvorlage kommentierte Klaus-Peter Hermann (SPD): „Aus einer simplen Idee ist ein Bürokratiemonster geworden.“ Die Verwaltung hatte darin noch einmal darauf hingewiesen, dass viele der Fahrräder, die an den beiden jährlichen Versteigerungsterminen angeboten werden, Räder seien, die von der Polizei angeliefert werden. Die Fahrräder, die der Baubetriebshof einsammelt, seien meist ziemlich schrottreif – eingesammelt  auf dem Bahnhofsvorplatz oder in der Innenstadt. Diese Räder gehen nicht mehr in die städtische Versteigerung.

Bei den Versteigerungen werden im Schnitt 155 Fahrräder angeboten. Der Erlös für die Stadt beträgt etwa 4200 Euro. Laut Verwaltung werden von der Beschäftigungsförderung  bereits reparierte Fahrräder günstig an Flüchtlinge verkauft. Vor einer Abgabe müssten  sie aber auf Verkehrssicherheit geprüft werden. Etwa die Hälfte der Fundfahrräder sei eher schrottreif, der Rest habe leichte bis mittlere Mängel. Kostenpunkt für die Räder mit leichteren Mängeln:  Etwa 65 Euro pro Rad.

„Konkret sollen jetzt  rund 40 Räder für die Aufarbeitung zurückgehalten werden“, steht in der Vorlage. Das Fundbüro bekomme aber laufend Nachschub. Die Verwaltung schlägt zudem vor, dass Flüchtlinge auch in der Fahrradwerkstatt der Beschäftigungsförderung unter Anleitung selbst die Räder reparieren können. Hier könnten sich auch Fahrradkurse anschließen.

Pro abgegebenem Fahrrad entstehen Kosten in Höhe von etwa 100 Euro. Diese Kosten sollten durch Sponsoring gesenkt werden. „Den Einnahmeausfall nehmen wir in Kauf“, sagte Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD).   Patrick Humke (Linke) plädierte dafür, nicht länger zu diskutieren. „Wir sollten zustimmen, alles andere ist peinlich.“ bib

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