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Göttinger Gericht verurteilt Drogendealer zu Freiheitsstrafen

Unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln Göttinger Gericht verurteilt Drogendealer zu Freiheitsstrafen

Das Landgericht Göttingen hat am Mittwoch einen 50-jährigen Mann aus Osterode und dessen 41-jährigen Neffen aus Göttingen wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen/Osterode. Die bereits einschlägig vorbestraften Männer hatten bei zwei Beschaffungsfahrten von einem Dealer in Rotterdam für insgesamt 16 500 Euro 550 Gramm Heroin sowie mehr als ein Kilo Streckmittel erworben. Der 50-Jährige, der 2005 in einem früheren Prozess wegen Drogenhandels zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden war, erhielt diesmal eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und acht Monaten. Sein ebenfalls mehrfach vorbestrafter Neffe erhielt eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Das Gericht ordnete für beide Angeklagte eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Das Gericht blieb mit seinem Urteil unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die Freiheitsstrafen von fünf und dreieinhalb Jahren gefordert hatte. Die Verteidigung hatte dagegen auf niedrigere Freiheitsstrafen plädiert.

Beide Angeklagten hatten die Beschaffungsfahrten gestanden. Dies habe sich deutlich strafmildernd ausgewirkt, sagte der Vorsitzende Richter August-Wilhelm Marahrens. Ansonsten wären die Strafen deutlich höher ausgefallen. Aufgrund der Vorbelastungen der Angeklagten und der erheblichen Rauschgiftmengen ließen sich die Taten jedoch nicht mehr als minder schwere Fälle einordnen. Der 41-Jährige hatte angegeben, das Heroin nur für den Eigenbedarf erworben zu haben.

Dies nahm ihm das Gericht nicht ab. „Natürlich haben Sie Handel getrieben“, sagte Marahrens. Da die Angeklagten mit dem Heroinhandel Gewinne erzielt hätten, ordnete das Gericht jeweils die Abschöpfung eines Vermögensvorteils von 3500 beziehungsweise 1500 Euro an.

Von Heidi Niemann

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