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Göttinger Gestaltungssatzung soll für Kuqua angepasst werden

Ein Fassade ohne Fenster Göttinger Gestaltungssatzung soll für Kuqua angepasst werden

Eine neue Hürde für das geplante Göttinger Kunstquartier: Um auf dem Grundstück Düstere Straße 7 ein für das Projekt geeignetes Galeriegebäude bauen zu können, müssen zunächst sowohl der bestehende Bebauungsplan „Nikolaikirche“ als auch die Gestaltungssatzung Innenstadt für diesen Bereich geändert und angepasst werden.

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Zwischen dem neuen Günter-Grass-Archiv und der Düsteren Straße 8 soll des Galeriegebäude des Kunstquartiers enstehen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Vor allem die Gestaltungssatzung Innenstadt steht dem Galeriebau entgegen. Um die Kunstwerke in den Ausstellungsräumen vor Sonnenlicht zu schützen, soll die neue Galeriefassade keine Fenster bekommen.

Die Satzung, die laut Verwaltung die „historische Innen­stadt mit ihrem wertvollen Gebäude­bestand bewahren und bei Neubauten das Einfügen in das historische Ensemble sicherstellen“ soll, gibt jedoch vor, dass pro Geschoss der Anteil der Fensteröffnungen mindestens ein Viertel der Fassadenfläche dieses Geschosses betragen muss.

Auch Festsetzungen in der Satzung zur Gliederung der Fassade und der Traufhöhe (bei drei Vollgeschossen höchstens zehn Meter), schränkten die Nutzbarkeit des Gebäudes ein und gäben für den geplanten Architekturwettbewerb für das Galeriegebäude einen zu engen gestalterischen Rahmen vor. Um hier einen „größeren Gestaltungsraum für dieses wichtige Projekt“ zu bekommen soll die Satzung für den Bereich des Kuquas angepasst werden.

Nach Auskunft der Bauverwaltung sei das Projekt Kunstquartier auch in dem bestehenden städtebaurechtlichen Rahmen nicht möglich. So gebe der Bebauungsplan derzeit mit der zwingenden Festsetzung von Wohnnutzung in bestimmten Geschossen, dem erlaubten Maß der baulichen Nutzung und der überbaubaren Grundstücksfläche einen „starren Rahmen“ vor.

Die Bauverwaltung schlägt nun vor, in dem einem Teilbereich des Bebauungsplanes die Geschossflächenzahl (das Verhältnis der aller Geschossflächen zur Fläche des Grundstücks) zu erhöhen, um so eine „größere Ausnutzung der Grundstücke zu erreichen. Gleichzeitig soll die Gebäudegrenze des neuen Galeriegebäudes in einer Linie mit den Gebäuden Düstere Straße 5 und 8 liegen. Eine „zwingende Festsetzung“ von Nutzungen soll es nicht mehr geben.

Bleiben sollen aber die Grünflächen und ein Weg der von Nord nach Süd im Quartier verläuft.

Das Kunstquartier ist am Donnerstag, 7. Mai, Thema im Bauausschuss. Beginn im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4, ist um 16.15 Uhr.

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