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Göttinger Gesundheitscampus beginnt nächstes Jahr

Projekt der HAWK und der Universitätsmedizin Göttinger Gesundheitscampus beginnt nächstes Jahr

Im Wintersemester 2016/2017 soll die Ausbildung im Gesundheitscampus beginnen, einem Projekt der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) und der Göttinger Universitätsmedizin. Das Konzept ist am Dienstag im Ausschuss für Soziales und Gesundheit des Göttinger Rates vorgestellt worden.

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Quelle: Thiele

Göttingen. „Deutschland liegt bei der Qualifizierung in Gesundheitsberufen zurück“, sagte Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstand Forschung und Lehre der Universitätsmedizin. Die demografische Entwicklung und der medizinische Fortschritt erhöhten den Druck auf die Krankenhäuser, „wenn das so bleibt, werden Aufgaben auf Gesundheitsfachberufe ausgelagert“, davon ist Kroemer überzeugt.
Der Wissenschaftsrat empfehle den Aufbau qualifizierender Studiengänge, ergänzte Prof. Annette Probst, Vizepräsidentin der HAWK Hildesheim, Holzminden, Göttingen. Gemeinsam hätten Uni und Fachhochschule, unterstützt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, deshalb als Partner Bildungsstrategien für die Region Göttingen entwickelt.
Bereits Ende kommenden Jahres soll der Gesundheitscampus den Studienbetrieb aufnehmen. Zum Wintersemester 2016/2017 werden insgesamt 60 Studienplätze für Pflegeberufe sowie Physiotherapeuten und Logopäden (jeweils Bachelor und staatliches Examen) geschaffen. Im darauf folgenden Wintersemester sollen erstmals auch je 30 sogenannte Quartiersmanager – laut Probst „sozialräumlich und gesundheitsbezogene Fallmanager“ – und Medizin-Ingenieure ausgebildet werden. Stufenweise, so Probst, werde die Zahl der Studienplätze aufgestockt. Ziel sei es, bis Herbst 2021 520 Menschen ausbilden zu können. Ermöglicht werden solle neben der dualen Ausbildung auch eine berufsbegleitende Qualifizierung. Bestandteil des Konzeptes seien außerdem die gemeinsame Forschung und eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern der Region.
Eine „räumliche Vision“ der geplanten Ausbildungsstätte lieferten Kroemer und Probst in ihrem Vortrag mit und zeigten eine Skizze des geplanten Gebäudes. Wo es einmal stehen wird, stehe noch nicht fest, erklärte Kroemer auf Nachfrage von Göttingens Dezernentin für Soziales und Kultur, Dagmar Schlapeit-Beck. Der ideale Platz liege möglichst nah am Klinikum. „Wir haben uns einige Flächen angesehen und sind sicher, dass wir etwas finden.“ Derzeit liefen Verhandlungen, ergänzte Probst.

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