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Göttinger Grüne fordern Schulung für Jörg Magull

Transparentstreit: SPD, Grüne, Linke und Piraten solidarisieren sich mit Wohnheimen Göttinger Grüne fordern Schulung für Jörg Magull

„Dieses Transparent wird vom Studiwerk verboten“ ist an der Fassade des Wohnheimes Rote Straße 4 zu lesen. Mit Trotz und Humor reagiert die Hausgemeinschaft hier und in anderen Wohnheimen des Studentenwerkes auf die erneute Aufforderung des Studentenwerkes, Transparente „umgehend“ zu entfernen.

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Nach den allgemeinen Mietbedigungen des Studentenwerkes sind Transparente an Wohnheimsfassaden verboten – eigentlich auch in der Roten Straße.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Zuletzt erreichte die Wohnheime Ende vergangener Woche eine entsprechende Aufforderung von Jörg Magull, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Studentenwerkes.

Er verweist darin auf die Allgemeinen Mietbedingungen, nach denen das Anbringen von Transparenten an der Wohnheimfassade untersagt ist. Das Studentenwerk werte die Inhalte der Transparente nicht, es verfahre bei allen Transparente gleich und sei politisch neutral.

In dem von Magull unterschriebenen Brief ist eine Frist bist zum gestrigen Montag gesetzt worden. Sollte der Aufforderung nicht nachgekommen werden, kündigt Magull „den Rahmen mietrechtlicher Möglichkeiten“ auszuschöpfen. Welche das sind, solle am Dienstag entschieden werden, sagte Magull gegenüber dem Tageblatt.

In Göttingen Teil einer lebendigen Stadtkultur

Bislang, so erklärt Thomas Winkelberg von der Wohnrauminitiative, sei ihm nicht bekannt, dass Wohngemeinschaften der Aufforderungen nachgekommen seien.

Nachdem Anfang des Monates bereits der Stadtverband der SPD und die Piraten-Ratsfraktion Unverständnis über die Reaktion des Studentenwerkes geäußert haben – so sprach die SPD von einen „Zeichen der Schwäche“ auf Seiten des Studentenwerken – haben am Montag die Ratsfraktion der Linken und der Grünen ebenfalls reagiert.

So teilen die Linken, laut Fraktionschef Patrick Humke die Meinung der Hausgemeinschaft Rote Straße, „dass politische Aussagen in unser Stadtbild gehören“. Die Grünen im Rat bitten die Stadt Göttingen, Magull „eine Schulung in offener und universitärer Stadtkultur“ anzubieten.

„Jörg Magull mag auf dem beschaulichen Land wohnen, wo politische Meinungsäußerungen durch Transparente nicht üblich sind. In Göttingen sind sie Teil einer lebendigen Stadtkultur“, sagt die grüne Ratsfrau Katrin Reuter.

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