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Göttinger Grüne stimmen sich auf Wahlen ein

Neujahrsempfang Göttinger Grüne stimmen sich auf Wahlen ein

Während ihre Neujahrsempfanges haben die Spitzen der Göttinger Grünen etwa 100 Gäste auf bevorstehende Wahlen eingestimmt. Ein Empfang mit Jubiläums-Charakter: Der Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin ist seit 35 Jahren Mitglied der Partei, Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel seit 30 Jahren.

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Quelle: us

Göttingen. „Es liegen große Herausforderungen vor uns, denen wir uns stellen müssen und wollen“, appellierte die Sprecherin des Kreisverbandes, Marie Kollenrott, am Donnerstag in Göttingen an die Parteifreunde. Die größte seien die Kommunalwahlen im September, bei denen die Grünen mit ihren Schwerpunktthemen Energiewende, Agrarwende und eine neue Form der Mobilität überzeugen wollen. Dabei gehe es auch um die Umsetzung der Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode, die die Grünen vor eingeleitet und stetig forciert hätten.

 

„Eine bedeutsame und sehr sinnvolle Fusion“, ergänzte der Bundestagsabgeordnete Trittin. Gerade darum sei es wichtig, dass sie von denen gestaltet werde, „die sie gemacht haben“. Auch deshalb sollten die Grünen bei der Kommunalwahlen zeigen, „dass wir eine eigenständige Kraft sind“. Das gelte auch für den Blick auf andere Wahlen in den kommenden Jahren: ob bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, wo die CDU-Spitzenkandidatin mit der Forderungen nach einem Burka-Verbot „die AfD stark redet“; oder in Baden-Württemberg, wo die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigten, „dass wir auch Volkspartei sein können“.

 

Verärgert zeigte sich Trittin über die allgemeine Debatte um Flüchtlinge. Sie fokussiere sich auf die Situation in Europa, „aber wir müssen auch über Fluchtursachen reden“. Sie seien vielfach Folge eines dramatischen Klimawandels und ungezügelter Waffenlieferungen - auch aus Deutschland - in die Krisenregionen.

 

Auch Wenzel sieht im weltweiten Klimawandel eine zentrale Ursache für die Flucht vieler Menschen aus ihrem Land, besonders in Afrika. Und er schwärmte wie Trittin vom erfolgreichen Abschluss der Weltklimakonferenz in Paris. Parallel dazu habe die kommunale Klimakonferenz außerdem gezeigt, „dass wir hier vor Ort und im Kleinen ebenfalls viel bewegen können“. Auf Landesebene müsse Klimaschutz immer auch im Zusammenhang mit der Agrarwende diskutiert werden. Bundesweit seien „mehr Elektroautos ein Muss“. Bei seinem abschließenden Blick auf die Kreisfusion bedauerte Wenzel, „dass sie nicht auch mit Northeim geklappt hat“.

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