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Göttinger Grüne wollen Debatte zur Kultur-Förderung

Förderung wollen Kultur Göttinger Grüne wollen Debatte zur Kultur-Förderung

Der Kreisverband der Göttinger Grünen stellt die bisherige Förderpraxis bei den großen Kultureinrichtungen und die Einrichtungen selbst in Frage.

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Der Kreisverband der Göttinger Grünen stellt die bisherige Förderpraxis bei den großen Kultureinrichtungen und die Einrichtungen selbst in Frage.

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Die Frage ist nicht so sehr, ob wir alle großen Kultureinrichtungen in der jetzigen Form am Leben halten könnten – wir können es wahrscheinlich nicht –, sondern ob das überhaupt das richtige Ziel wäre“, sagt Mathis Weselmann, Sprecher des Kreisverbands.

Als Beispiel nennt er das Göttinger Symphonie Orchester: Dieses werde etwa zu über 50 Prozent aus städtischen Mitteln finanziert, spiele aber zu 60 Prozent in anderen Städten. Dies müsse diskutiert werden.

Weselmann fordert eine Debatte über die Kulturförderung der Stadt. Der Fokus solle von der Förderung großer Spielstätten auf den Aufbau einer Infrastruktur für Kulturschaffende verlagert werden: „Wir sollten nicht so stark den Konsum von Kunst subventionieren sondern Kreativität fördern“, fordert er und nennt etwa eine „stärkere Verknüpfung von städtischer Theaterlandschaft und freier Theaterszene wünschenswerter als die Subventionierung von Eintrittspreisen“.

Hintergrund von Weselmanns Ausführungen ist die Entscheidung des Rates zum Bau des Kunstquartiers. Im Dezember hatte der Rat mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken und Piraten das Kuqua auf den Weg gebracht.

Das Kuqua werde „unter hohem Zeitdruck“ angestoßen, obwohl die Stadt seit Jahren vor allem auf den Bestandserhalt setze. Weselmann fürchtet, dass ohne detaillierte Kuqua-Planung der Bestandsschutz für kleine Kultureinrichtungen, wie ihn Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck zugesichert hat, nur Lippenbekenntnis sei.

Für ihn hätten die Umsetzung des Entschuldungshilfevertrags und die Kürzungsvorschlägen der Verwaltung bei Stadtarchiv und Museum, hinreichend gezeigt, „dass im Zweifel bei den Einrichtungen mit der schwächsten politischen Lobby gespart würde“.

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Bestehende Kultureinrichtungen sichern und gleichzeitig Freiraum für Innovationen „auch im Rahmen der engen Grenzen der Sparvorgaben der Entschuldungshilfe zu sichern“ – dies sei ihr „vorrangiges Ziel als Kulturdezernentin, betont Dagmar Schlapeit-Beck (SPD). „Ich weiß, dass es auch andere Ideen dazu gibt, die da heißen, wir schließen eine große Kultureinrichtung und verteilen die Mittel auf die übrigen Kultureinrichtungen.“ Das sei aber nicht ihr Konzept.

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