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Göttinger Grüne wollen Flüchtlinge im Landkreis unterbringen

Grüne machen Druck Göttinger Grüne wollen Flüchtlinge im Landkreis unterbringen

Warum wurden bisher kaum Flüchtlinge in den ländlichen Nachbargemeinden Göttingens untergebracht, während in der Kernstadt Wohnungsnot herrscht? Das fragen die Grünen im Rat der Stadt in einer Pressemitteilung und kritisieren zugleich den Landkreis.

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Grüne wollen Flüchtlinge im Göttinger Landkreis unterbringen.

Quelle: dpa

Göttingen. Schließlich gebe es eine Vereinbarung zwischen Stadt und Kreis, Zufluchtsuchende im Gebiet des Partners unterzubringen, wenn es im eigenen Bereich eng wird, erklärte Fraktionsmitglied Mehmet Tugcu.

Nach Informationen der Grünen seien einige Gemeinden dazu bereit. „Warum sprechen Stadt- und Kreisverwaltung nicht miteinander“, will Tugcu wissen.

„Wir reden ständig miteinander“, weist Kreis-Sozialdezernent Marcel Riethig (SPD) die Vorwürfe zurück. Warum die Stadt von den tatsächlichen Möglichkeiten nicht mehr Gebrauch mache, müssten die Grünen aber die Stadt fragen. Allerdings hätten viele Gemeinden kaum noch eigene Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Die meisten hätten ihre früheren Sozialunterkünfte inzwischen verkauft.

Die Stadt Göttingen muss nach einem bundesweiten Verteilschlüsse wöchentlich etwa 20 neue Flüchtlinge aufnehmen. Der Landkreis ist wegen der zentralen Aufnahmestelle in Friedland davon befreit. Unterdessen will Goslars Oberbürgermeister (OB) Oliver Junk (CDU) mehr Flüchtlinge in das Harzstädtchen holen – auch aus Göttingen.

Dieses Angebot begrüße er außerordentlich, sagte Göttingens OB Rolf-Georg Köhler (SPD). Man habe bereits Kontakt mit Junk aufgenommen. Eine solche Vereinbarung gebe es ja bereits mit dem Landkreis, das sei also auch mit Goslar möglich. Die Kosten für die Unterbringung der Flüchtlinge müsse die Stadt Göttingen dann aber auch weiterhin tragen.

Von Andreas Fuhrmann und Ulrich Schubert

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