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Göttinger Gymnasien gefragt wie nie

Weniger Anmeldungen Göttinger Gymnasien gefragt wie nie

Noch nie wollten so viele Viertklässler an ein Göttinger Gymnasium wechseln wie in diesem Jahr. Dass es durch den demografischen Wandel unterm Strich weniger Kinder gibt, bekommen eher Gesamtschulen, die Oberschule Groß Schneen und das Grotefend-Gymnasium zu spüren.

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Kinder und Eltern haben gewählt, sie wissen jetzt, an welche Schule die Viertkässler nach den Ferien wechseln. Hier ist die Einschulung der Neuen IGS 2015 zu sehen.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Die Anmeldetermine für die fünften Klassen an den weiterführenden Schulen in Stadt und Landkreis sind durch - mit überraschenden Ergebnissen: 768 Kinder haben sich zum neuen Schuljahr für die fünften Klassen an den fünf Göttinger Gymnasien angemeldet, 59 mehr als im vergangenen Jahr. Zugleich ist die Zahl aller Kinder, im Landkreis Göttingen, die in diesem Jahr aus der Grundschule kommen, von 1199 auf 1168 gesunken.

Weniger Anmeldungen sorgen für Überraschung

An der Spitze steht mit Abstand das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) mit 201 Anmeldungen. Statt fünf bisher geplanter wird es am OHG erneut sechs neue Klassen geben - für 180 Schüler. Gut 20 mussten per Losverfahren abgewiesen werden. Die Zahlen der weiteren Göttinger Gymnasien mit der Vorjahreszahl in Klammern: Max-Plank-Gymnasium - 130 (112); Theodor-Heuss-Gymnasium - 114 (107); Felix-Klein-Gymnasium - 132 (138); Hainberg-Gymnasium (HG) - 112 (170). 51 Anmeldungen weniger am HG - das hat viele überrascht.

Der Leiter des städtischen Fachbereichs Schule, Gerald Müller-Stürmer, sieht dabei einen unmittelbaren Zusammenhang mit Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS). Auch ihre Zahlen sind bei 230 Anmeldungen statt 262 im Vorjahr rückläufig - durch den generellen Rückgang der Kinder und die inzwischen dritte „Neue IGS“ in Weende. Folge: Sie musste weniger Kinder abweisen als früher, denn nach wie vor kann sie nur 166 Schüler aufnehmen.

In den Vorjahren hätten sich die abgelehnten Schüler schon traditionell ans HG orientiert, so Müller-Stürmer. Dieser Effekt ziehe nicht mehr so stark. Auch die Geschwister-Scholl-Gesamtschule musste mit 207 (224 im Vorjahr) Anmeldungen Schüler abweisen. An der Neuen IGS gab es 92 statt 124 Anmeldungen, an der katholischen Oberschule 44 (62).

Im ländlichen Raum verliert vor allem das Grotefend-Gymnasium mit 91 Anmeldungen - das sind 36 weniger als 2015. Die Oberschule in Groß Schneen hat mit 90 Zugängen 15 weniger - alle im Realschulbereich. Die Kooperative Gesamtschule Gieboldehausen wählten 108 Kinder, 22 weniger als 2015. Die Anmeldezahlen der weiteren Kreis-Schulen: Hauptschule (HS) Münden - 24 (Vorjahr 34); HS Duderstadt - 14 (9); Realschule (RS) Duderstadt - 85 (85); Werra-RS Münden - 30 (36); Drei-Flüsse-RS Münden - 43 (49); Oberschule Dransfeld - 33 (40).

Kreisschuldezernent Marcel Riethig (SPD) sieht diese Zahlen als Folge des demografischen Wandels. Unabhängig davon hätten alle „solide Zahlen, keine Schule muss Angst haben“.

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