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Göttinger Hotel-Baugelände bebauungsreif

Groner Tor Göttinger Hotel-Baugelände bebauungsreif

Es sieht nicht so aus, aber der Baubeginn für den Sparkassen- und Hotelneubau am Groner Tor wird noch einige Monate auf sich warten lassen. Das Gelände ist zwar planiert, Bäume sind verschwunden, das Gelände sieht baureif aus, aber: Früher als im September dieses Jahres wird es keinen Baubeginn geben. Noch gebe es keine Baugenehmigung, sondern nur einen positiver Bauvorbescheid, sagt Borzou Rafi-Elizei, Geschäftsführer der EBR Projektentwicklungs-GmbH.

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Freigeräumt ist das Baugrundstück am Groner Tor.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Damit hat der bisher geplante Baubeginn im September dieses Jahres weiter Bestand. Allerdings seien auch die Planungsarbeiten noch nicht abgeschlossen, erklärt Rafi-Elizei. Die Planungen liefen jedoch „zur Zufriedenheit aller Beteiligten – EBR, den künftigen Nutzern und der Stadt.“

In der Stadt umlaufende Gerüchte, auf dem Gelände hätten sich erhebliche Bodenbelastungen gefunden, entbehrten jeglicher Grundlage, erklärt Rafi-Elizei: „Es gibt keine unerwartet schwere Belastungen auf dem Grundstück, und wir sehen auch keine Probleme bei der Realisierung.“ Die Belastungen auf dem Grundstück seien bereits vor dem Projektstart bekannt gewesen. Zum einen handele es sich um unproblematische Restabfälle aus dem Abriss und eine „geogene Belastung“ durch Stoffe, die sich naturbedingt im Boden befunden hätten.

Auf dem 7400 Quadratmeter großen Gelände baut die EBR ein Sparkassen- und Hotelgebäude im Auftrag der Sparkasse und des Gräflichen Landsitzes Hardenberg. Dazu muss unter anderem die Bushaltestelle für Fernbusse vom Eingangsbereich der Zoologie in den südlichen Teil des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) verlegt werden. Das soll im April geschehen.

Die Piratenpartei im Rat der Stadt Göttingen setzt unterdessen ihre Kritik an dem Bauprojekt fort. Unter anderem fordern sie eine Bürgerbefragung zum Groner Tor. Die historischen Gebäude „dürfen nicht hinter Betonklötzen verschwinden“. Weil die Radwege an der Groner Straße in den kommenden zehn bis 20 Jahren „bedarfsgerecht erweitert“ werden müssten, dürften Gebäude „nicht so eng an die Straße gebaut werden, dass das hinterher unmöglich wird“, erklärt die Ratsfraktion der Piraten. Bei dem „Projekt von Stadt, Sparkasse und Investor“ handele es sich um einen Ausdruck von „Größenwahn“.

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