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Göttinger IS-Terrorist Thema in Polen

Göttinger IS-Terrorist Thema in Polen

Der Göttinger Jacek S., der sich im Juni im Irak als Selbstmord-Attentäter des islamischen Staats (IS) bei einer Verkehrskontrolle mit seinem Auto in die Luft gesprengt haben soll, beschäftigt in diesen Tagen die polnischen Medien.

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Drohgebärde des IS: Gereckter Zeigefinger vor den Autos, mit denen sich al-Almani (links) und seine Mittäter in die Luft sprengten.

Quelle: EF

Göttingen/Warschau. Unter Bezug auf die Berichterstattung im Tageblatt berichten seit Mittwoch überregionale polnische Zeitungen und Fernsehsender über den ersten Polen, der sich dem IS angeschlossen hat. Der 28-Jährige hatte die polnische wie die deutsche Staatsbürgerschaft.

Allerdings ist die Identität des Attentäters für die deutschen Behörden tatsächlich noch immer nicht offiziell geklärt. Die Propagandaabteilung des IS hatte mehrere Fotos seiner Attentäter, darunter Jacek S., veröffentlicht und behauptet, diese Männer seien die Märthyrer des jüngsten Anschlags gewesen. Die Staatsanwaltschaft Hannover hingegen, zuständig für die Ermittlungen in dem Fall, hat aber bisher keinen DNA-Beweis, dass die sterblichen Überreste des Selbstmord-Attentäters tatsächlich die des Göttingers sind.

Einzig sicher sei, dass S. im April in die Türkei ausgereist ist, um sich dem IS anzuschließen, und dass die veröffentlichten Fotos ihn zeigen. Angehörige und ehemalige Freunde haben ihn darauf identifiziert.
In Polen hingegen ist man da sicherer. Sowohl der polnische Inlandsgeheimdienst als auch der Vorsitzende der Nachrichtendienstkomission des polnischen Parlaments haben den Warschauer Medien gegenüber bestätigt, dass Jacek S. der Attentäter sei.

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