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Göttinger Jugendliche drehen Zombiefilm

Wenn die Untoten erwachen Göttinger Jugendliche drehen Zombiefilm

Der angehende Abiturient Nathan Lauer dreht einen Zombiefilm,  bei dem er Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in einem ist. Die rund 70 Mitwirkenden sind Schüler des Hainberg-Gymnasiums,  gedreht wird von Januar bis Mai an unterschiedlichen Orten in Göttingen.

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Nathan Lauer ist angehender Abiturient.

Quelle: HW

Göttingen. Der Regisseur ist angespannt. Das Wetter ist mies am Sonnabend im Groner Freibad. Das Team hat eine Szene verpatzt. „Konzentriert euch“, ruft Lauer. Und: Diesmal rennen die Schauspieler erst los, nachdem die im Boden steckenden Böller losgegangen sind. Lauers Laune heitert sich sichtbar auf: „Gut gemacht“, sagt er. Und weiter geht es zur nächsten Szene.

Die junge Filmcrew an einem der Sets.

Quelle: HW

„Drehen ist anstrengend“, sagt Lauer, „man braucht Disziplin“. Am Hainberg-Gymnasium, im Freibad Grone, im Kino Cinemaxx und an verschiedenen Orten in der Landschaft rund um Göttingen wird seit Anfang Januar gedreht. Im Februar werden die Arbeiten unterbrochen, dann ist Lernen angesagt. Im Mai, wenn die Abi-Klausuren geschafft sind, sollen die restlichen Szenen des rund 90 Minuten langen Spielfilms in den Kasten kommen.

Mehrere Monate lang hat Lauer an dem rund 50-seitigen Drehbuch gearbeitet. Es handelt sich zwar um ein blutiges, actionreiches Spektakel  – „aber eines mit Anspruch“, wie der 17-Jährige betont. Das heißt: Die Machenschaften der Untoten bilden nur die Rahmenhandlung.

Worum es dem Autor nach eigenen Angaben geht, ist zu zeigen, wie sich Menschen in einer Welt verhalten, in der es keine Regeln gibt, keine Gesetze. Die einen entscheiden sich dafür, ein Zusammenleben zu praktizieren, in dem Gemeinschaft und Solidarität die Eckpfeiler darstellen. Für die anderen gilt nur ein Prinzip: das des Stärkeren.  

Fast alle am Film Beteiligten sind derzeitige oder ehemalige Schüler des Hainberg-Gymnasiums:  unter anderem die beiden Hauptdarsteller Jan Salomon Schröder (spielt „Edmund“) und Nathans Schwester Elisabeth Lauer (spielt „Regina“), Co-Produzent Lukas Klasen, erster Kameramann Max Friedrichs-Dachale, Darsteller Daniel Peschkov (spielt den „bösen“ Victor) sowie Soundtrack-Komponist Gero Klinger. Nur Co-Produzent Christhard Löber ist Lehrer – er hält sich aber aus der Produktion heraus.

Weil ihr Budget äußerst begrenzt ist, haben die Schüler ihre eigenen Kamerawagen gebaut, kochen ihr eigenes Kunstblut und verwenden drei Canon 600d-Kameras aus Familienbesitz. Am teuersten sei das Make-up, so Lauer. Nach Ende der Dreharbeiten steht noch mehrmonatiges Schneiden auf dem Programm. Im September soll der Film dann gezeigt werden.

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