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Göttinger Kanzlei initiiert Cebit-Empfang für China

Partnerland Göttinger Kanzlei initiiert Cebit-Empfang für China

Die rekordverdächtige Zahl von mehr als 600 Ausstellern auf der Cebit stammt aus dem diesjährigen Partnerland der Informatikmesse: China. Bereits 2014 waren es über 500 chinesische Aussteller – ein Spiegel der gewachsenen Bedeutung Chinas als IT-Markt; aus keinem Land kamen mehr Aussteller.

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Ulrich Herfurth und Oliver Frese (v.l.)

Quelle: Gohdes

Hannover. Einen entsprechend hohen Stellenwert hat die Kooperation auch für Oliver Frese, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe und Chef der Cebit, denn China sei schließlich dabei, „nicht nur in der Hardware, sondern auch in der Software und IT-Technologie einer der weltweit wichtigsten Player zu werden.“

Und doch war ursprünglich nicht vorgesehen, einen separaten Empfang für die chinesischen Aussteller zu organisieren. Dass es dazu kam, ist der Initiative von Ulrich Herfurth geschuldet, Managing Partner der Wirtschaftskanzlei Herfurth & Partner. Seit 15 Jahren betreut die Kanzlei mit Standorten in Hannover, Göttingen und Brüssel deutsche Unternehmen mit Interessen in China sowie chinesische Unternehmen in Deutschland. „Wir waren mit dem Ministerpräsidenten und dem Vorstand der Deutschen Messe in China auf Delegationsreise“, so Herfurth. Dabei ist ihm die Idee gekommen, für einen kleineren Ausstellerkreis rund um die Kanzlei ein Treffen zu organisieren. Als sich dann herausstellte, dass die Messe keinen eigenen Empfang veranstalten würde, disponierte Herfurth in Absprache mit der Cebit-Leitung kurzfristig um und lud alle Aussteller ein. Etwa 150 nahmen daran teil.

Auch, wenn sich der Anteil südniedersächsischer Unternehmen auf der Cebit in engen Grenzen bewegt, sieht Herfurth doch einen mittelbaren regionalen Effekt, auch durch den zwanglosen Empfang: „Es ist ja nicht so, dass Kontakte nur zwischen Unternehmen entstehen.“ Denn eine ganze Reihe von Vermittlern wie die Wirtschaftsförderung Region Göttingen, die Universität Göttingen oder auch die Kanzlei Herfurth und Partner selbst schlagen letztlich die Brücke zu den Unternehmen, die nicht auf der Cebit sind. „Vieles läuft informell. Das darf man nicht unterschätzen“, betont Herfurth.

Die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen stehen mittlerweile auf solidem Fundament. „Chinesische Unternehmen wollen sich unserer Erfahrung nach nachhaltig in Deutschland etablieren, also nicht nur einen bloßen Vertrieb aufbauen. Sie sind damit auch erfolgreich“, sagt Herfurth. Und sie könnten durchaus sehr verlässliche Gesprächspartner darstellen, wenngleich der interkulturelle Austausch immer auch seine Stolpersteine hat. Auf der einen Seite würden Chinesen deutlich sagen, was sie erwarten, andererseits sprechen sie nicht unbedingt alle kritischen Punkte an. „Es kann sein, dass man lange und gut mit ihnen verhandelt und am Ende zerschlägt sich das Projekt aus einem nicht ersichtlichen Grund.“

Aus deutscher Perspektive sei es beispielsweise auch wichtig, zunächst einen persönlichen Kontakt aufzubauen und „nicht mit der Tür ins Haus zu fallen“, so Herfurth. „Die Zeit muss man sich als Deutscher nehmen.“

Wer sich als Unternehmer für einen Kontakt nach China interessiert, kann sich an die IHK Hannover wenden oder direkt an die deutsch-chinesische Auslandshandelskammer in Shanghai (AHK).

Von Sven Grünewald

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