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Göttinger Kindertagesstätten bleiben geschlossen

Warnstreik Göttinger Kindertagesstätten bleiben geschlossen

Göttinger Kindertagesstätten bleiben am Mittwoch geschlossen: Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes zu einem ganztägigen Warnstreik am kommenden Mittwoch, 18. März, auf.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Frederike Güler von Verdi geht vom jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass „ein Großteil“ der städtischen Kindertagesstätten in Göttingen an diesem Tag geschlossen bleiben. Nach Auskunft von Jugenddezernent Siegfried Lieske (Grüne) sind die Eltern bereits informiert. Nur in der Kindertagesstätte in Weende werde es eine Notgruppe geben, sagte Lieske. „Diese Schärfe, dass alle Kitas geschlossen bleiben, hatten wird bislang noch nie“, kommentierte er den Warnstreik.

Auch in Northeim, Osterode, Einbeck und Duderstadt werde die Betreuung voraussichtlich nur „sehr eingeschränkt“ erfolgen, kündigen die Güler und Julia Neikamp von Verdi an. Aufgerufen seien außerdem die Beschäftigten des Sozial-und Erziehungsdienstes der Jugendhilfe Südniedersachsen sowie des KEI-Kindergarten Göttingen.

Verdi fordert unter anderem für die Gehälter der Kita-Leitungen, „die Zahl der Kita-Plätze, Gruppenanzahl und Beschäftigtenzahl einer Kita als alternative Eingruppierungskriterien“ zu Grunde zu legen, die „zwingende Anerkennung aller Vorbeschäftigungszeiten bei der Zuordnung zu Berufserfahrungsstufen“, die „Verbesserung der Eingruppierung bei Übernahme höherer Tätigkeit trotz fehlender formaler Qualifikation“ und eine eine „Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst durch Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und der Tätigkeitsmerkmale innerhalb der Entgelt-Tabelle des Tarifvertrages für den Öffentlichen Dienst.

Bereits nach der Tarifeinigung von 2009 habe Verdi gegenüber den kommunalen Arbeitgebernerklärt, dass eine bessere Eingruppierung für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst nötig sei, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.  Trotzdem hätten die Arbeitgeber beim ersten Verhandlungstermin am 25. Februar kein Angebot zur Aufwertung der Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst vorgelegt. Frederike Güler erklärt: „Die Arbeitgeber haben nichts dazugelernt. Deshalb bringen die Beschäftigten von Anfang an ihre Entschlossenheit zum Ausdruck. Wir fordern die Arbeitgeber auf, zum nächsten Verhandlungstermin am 23. März ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.“

Güler rechnet damit, dass etwa 150 Beschäftigte am Mittwoch die Arbeit niederlegen werden. Sie treffen sich Um 9 Uhr vor dem Neuen Rathaus in Göttingen.

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