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Göttinger Kita-Beschäftigte und Verdi-Vertreter: Forderungen nicht erfüllt

Schlichterspruch „nicht akzeptabel“ Göttinger Kita-Beschäftigte und Verdi-Vertreter: Forderungen nicht erfüllt

Im Tarifstreit der Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgebervergände (VKA) ist vorerst keine Einigung in Sicht. Die Bundestarifkommission hat am Mittwoch den vorgelegten Schlichterspruch abgelehnt.

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Quelle: Kneffel/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Die Schlichter hatten Steigerungen je nach Berufsgruppe von zwei bis 4,5 Prozent vorgeschlagen. Eine „echte Aufwertung“ der Berufe habe es aber nicht gegeben, begründet die Gewerkschaft Verdi. Genau in diese Richtung argumentierten auch die Göttinger Beschäftigten und ihre Gewerkschaftsvertreter. Frederike Güler, Verdi-Gewerkschaftssekretärin im Bezirk Region-Südost-Niedersachsen, sagte, es handle sich nicht um einen Schlichterspruch, der die Menschen in Jubel versetze, denn die Belange vieler Berufsbereiche, speziell der Sozialarbeiter, würden nicht berücksichtigt.

„Wir haben den Streik als Solidargemeinschaft geführt, um den Sozialbereich im Ganzen aufzuwerten“, sagt sie. Das aber spiegle sich im Schlichterspruch nicht wieder. Im Südostniedersachsen waren rund 280 Beschäftigte auf die Straße gegangen.

Als „nicht akzeptabel“ bezeichnet auch eine Göttinger Kita-Leiterin den Schlichterspruch. Das entspreche dem allgemeinen Stimmungsbild der Betroffenen in Göttingen. „Unsere Forderungen wurden nicht annähernd umgesetzt“, meint sie und hält erneute Streiks nicht für ausgeschlossen.

Über weitere Kita-Streiks soll am Freitag die Bundestarifkommission beraten. Verdi will zuvor aber noch einmal mit den Arbeitgebern auf Basis des Schlichterspruchs verhandeln. Verdi-Chef Frank Bsirske hofft, dass noch einmal Bewegung möglich sei.

Niemand wünsche sich eine Fortsetzung des Streiks, sagte der Göttinger Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Der Schlichtungsvorschlag erscheine „für die öffentliche Hand gerade noch verkraftbar“. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) bittet beide Tarifparteien, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren und sich ernsthaft mit dem Konflikt auseinanderzusetzen.

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