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Göttinger Kreislandvolkverband sucht Hilfe bei Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)

An den „Pranger“ gestellt Göttinger Kreislandvolkverband sucht Hilfe bei Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)

Bauern und Landvolkverband sind nach wie vor über Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) verstimmt. Von dem als „Bauernschreck“ angetretenen Politiker fühlt sich die Mehrheit der konventionell wirtschaftenden Landwirte immer wieder an den „Pranger“ gestellt. In einem Schreiben bat der Kreislandvolkverband um Hilfe bei Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

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Tierhaltung in der Region: Landwirte fühlen sich von Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) „verunglimpft“.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Eine Antwort auf den Brief des Göttinger Landvolkvorsitzenden Hubert Kellner und des Geschäftsführers Achim Hübner blieb bislang aus. Die Diskussion werde vom Agrarminister häufig wenig sachgerecht und polemisch geführt, beklagen Kellner und Hübner. Die Inhalte von Schlagworten wie „industrielle Massentierhaltung“, „Agrarindustrie“ und dergleichen seien schwer greifbar.

Weil solle sich dafür einsetzen, dass die Ausrichtung der „neuen Agrarpolitik“ erkennbar werde. „Wie viel Hektar Ackerflächen darf (oder kann) ein südniedersächsischer Landwirt mit seiner Familie und Angestellten bewirtschaften, um noch nicht als Agrarindustrie zu gelten?“, fragt das Landvolk.

Investitionen in Veredelung

Sei ein Landwirt mit 1000 Mastschweinplätzen schon industrieller Massentierhalter? „Derartig einfache Fragen bekommen wir in der täglichen Beratung immer wieder gestellt“, heißt es im Schreiben. Insbesondere für den Bestand der Betriebe seien Investitionen in Veredelung wichtig. „Wir sind leider nicht in der Lage, diese einfachen Fragen für unsere Betriebe (alle familiengeführt) zu beantworten und benötigen dazu Ihre Hilfe.“

Er fühle sich schon an den Pranger gestellt, sagte Hübner. Jeden Tag könne man lesen, „dass wir alles falsch machen“. Das sei „wenig zielführend“. Im Landkreis gebe es keine Vermaisung der Landschaft, es gebe nur einen Hähnchenstall und keinen Stall mit 2000 Mastplätzen.

Ein Krisengespräch in Hannover brachte keine Beruhigung. Mit „Schlechtreden bis hin zur Verunglimpfung“ verunsichere Meyer gerade junge Betriebsleiter, schrieb Bauernpräsident Werner Hilse danach an seine Kreisvorsitzenden.

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