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Kreistag wählt Marlies Dornieden zur Kreisrätin

Große Mehrheit Kreistag wählt Marlies Dornieden zur Kreisrätin

Die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Gieboldehausen kehrt in die Kreisverwaltung zurück: Marlies Dornieden (CDU) wird Kreisrätin. Mit großer Mehrheit ist der Kreistag diesem Vorschlag von Landrat Bernhard Reuter (SPD) gefolgt.

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Zu den ersten Gratulanten gehören Kreistagsvorsitzender Harald Grahovac (r.) und der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Dr. Harald Noack.

Quelle: R

Göttingen. Dornieden übernimmt zum Jahreswechsel die vor dem Hintergrund der Kreisfusion geschaffene dritte Dezernentenstelle für innere Dienste, Finanzen, öffentliche Sicherheit und Ordnung. Auf die Ausschreibung waren neun Bewerbungen eingegangen. Nach einer Vorauswahl stellten sich vier Bewerber im Kreisausschuss vor. Reuter machte anschließend von seinem Vorschlagsrecht Gebrauch und schlug Dornieden zur Wahl im Kreistag vor. Dort gab es keine Gegenstimmen, die Gruppe Linke/Piraten/Die Partei enthielt sich bei der Abstimmung ebenso wie AfD und FDP. Das hänge mit den Begleitumständen des Verfahrens zusammen und richte sich nicht etwa gegen Dornieden, die sehr kompetent sei und einen guten Job machen werde, betont FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Carl Stiller. Reuter hob die Kompetenz Dorniedens, die 2011 von den Bürgern für acht Jahre zur Samtgemeinde-Bürgermeisterin gewählt wurde und zuvor das Finanzverwaltungsamt beim Landkreis Göttingen geleitet hat,  ebenso hervor wie ihre politische Eignung: „Von einem politischen Beamten erwarten wir auch politische Wirkung. Diesem Kriterium entspricht Frau Dornieden im hohen Maße.“
Keine leichte Entscheidung
Die Entscheidung, sich für den Dezernentenposten zu bewerben, sei ihr nicht leicht gefallen, sagt Dornieden mit Blick auf die Samtgemeinde Gieboldehausen, die ihr ans Herz gewachsen sei. „Ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen den neuen Landkreis Göttingen zu gestalten“, erklärte sie im Kreistag nach Annahme ihrer Wahl. Dornieden freut sich über den motivierenden Vertrauensvorschuss, bedauert aber den kurzfristigen Wechsel, der die Übergabe der Amtsgeschäfte in der Samtgemeinde erschwere.
Kombination mit Bundestagswahl
Die Verwaltungsgeschäfte wird dort vorerst Kämmerer Georg Moneke als ihr allgemeiner Vertreter führen, als politische Vertreter Maria Bock (CDU) und Rainer Lentes (SPD) einspringen. Dem Samtgemeinderat, der voraussichtlich am 26. Januar tagt, soll vorgeschlagen werden, die Bürgermeister-Neuwahl mit der Bundestagswahl im September 2017 zu kombinieren. In Niedersachsen ist innerhalb von sechs Monaten nach Ausscheiden des Hauptverwaltungsbeamten ein Nachfolger zu wählen - oder bis zu drei Monaten später, wenn dadurch die gemeinsame Durchführung einer anderen Wahl ermöglicht wird.

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