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"Wir haben uns der Soziokultur verschrieben"

Kulturzentrum Musa bekommt mehr Platz "Wir haben uns der Soziokultur verschrieben"

Mehr Platz für die Musa: Das größte soziokulturelle Zentrum in Südniedersachsen plant, das bislang vom Deutschen Theater als Fundus genutzte Erdgeschoss für seine Zwecke umzubauen.

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Ortsbesichtigung in der Musa

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Platz für Göttingens freie Theaterszene, vier bis fünf Ateliers, Co-Working-Spaces, Büros für die Kreativwirtschaft, die Musa-Werkstatt und ein weiterer Tanzraum sollen nach Auskunft von Musa-Sprecherin Tine Tiedemann auf den 1250 Quadratmetern entstehen. Am Donnerstag erläuterte sie dem Kulturausschuss des Rates die Pläne bei einem Ortstermin.

 

Einen nach ihren Worten "veredelten Rohbau" plant Architektin Susanne Arndt vom Northeimer Architekturbüro Albrecht und Weisser. Dabei soll die Gebäudestruktur der ehemaligen Heeresbäckerei im Hagenweg wieder hergestellt werden. Hinzu kommt die Fußbodensanierung - "fräsen, schleifen und versiegeln" - und die energetische Sanierung, zu der auch der Bau eines Blockheizkraftwerkes gehört.

 

Die Bauarbeiten sollen Anfang Mai beginnen. Aus dem städtischen Haushalt fließen für den in vier Abschnitten geplanten Umbau rund 400000 Euro an das Kulturzentrum. Tiedemann bezifferte die Kosten aber auf "mindestens 800000 Euro, eher mehr". Die fehlenden, zusätzlichen Mittel müsse die Musa nun beantragen, sagte Tiedemann.

 

Mit den neuen Räumen wächst die Musa-Gesamtfläche auf mehr als 4500 Quadratmeter. Derzeit besteht das Musa-Team aus acht Festangestellten, einem Auszubildenden und 14 Mitarbeitern in Service und Reinigung. Mehr als 50 Bands nutzen einen der 18 Übungsräume in der Musa. Ein Tonstudio, das Rockbüro Out-O-Space, der Theaterverein Domino und der Verband Deutscher Puppentheater haben ihren Sitz in dem Gebäude. Mehr als jährlich 250 Veranstaltungen und zahlreiche Kurs- und Workshopangebote in den Bereichen Tanz, Musik, Theater, Artistik und Fortbildung bietet die Musa an. 

 

"Wir haben uns der Soziokultur verschrieben", betonte Tiedemann. Christiane Mielke, verantwortlich für Finanzen und Personal, kündigte eine "weitere Professionalisierung" des Musa-Betriebes an.

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