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Göttinger Landtagsabgeordnete Andretta verletzt

Bei Demo gegen "Freundeskreis" Göttinger Landtagsabgeordnete Andretta verletzt

Die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) ist bei der Demo des Bündnisses gegen Rechts in Göttingen am Sonnabend durch Pfefferspray verletzt worden. Das bestätigte die stellvertretende Vorsitzende der SPD Göttingen, Nadia Affani, gegenüber dem Tageblatt.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Landtags-Vizepräsidentin Andretta sei daraufhin in der Göttinger Augenklinik behandelt worden. Andretta gehe es "den Umständen entsprechend gut, es brennt aber furchtbar", sagte Affani am Sonnabendnachmittag. Nach der Behandlung habe Andretta die Klinik wieder verlassen und müsse nun einen Augenverband tragen.


Affani erklärte, dass Andretta bei der Demo bei einem Gerangel an der Absperrung zwei jungen Frauen habe zur Hilfe eilen wollen. Dabei habe sie Pfefferspray in die Augen bekommen. Dieses sei eindeutig aus Richtung der Polizei gesprüht worden, sagte Affani. Die Polizei bestätigte ebenfalls, dass Andretta "bedauerlicherweise" verletzt worden sei. Ob diese Verletzungen von Polizeibeamten verursacht worden seien, müsse aber noch untersucht werden, sagte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz.

Affani betonte, dass Andretta sich nicht gegen Polizisten aufgelehnt habe. Die Landtagsabgeordnete habe selbst immer wieder "keine Gewalt" gerufen und nur deeskalieren wollen.

 

Am Sonntag kommentierte Andretta, die zuvor erneut in der Klinik behandelt worden war, den Vorgang so: "Ein breites Bündnis"  habe in Göttingen Gesicht gezeigt gegen den sogenannten „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ und deutlich gemacht, "dass es in Göttingen keinen Platz für Rechtsextreme und Nazis" gebe. "Die zahlreichen Mails voller Hass, Häme und Schadenfreude, die mich nach dem Bekanntwerden meiner beim Versuch zu Schlichten zugezogenen Verletzung erreicht haben, werden mich nicht davon abhalten, auch zukünftig für Demokratie und gegen Rechtsextremismus friedlich zu demonstrieren", so Andretta. Sie verurteile das Vorgehen einiger gewalttätiger Demonstranten gegen die Polizeibeamten. "Ich trete für Gewaltfreiheit ein", sagte Andretta.

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