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Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta kritisiert Aus für UPD

Patientenberatung Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta kritisiert Aus für UPD

Die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) kritisiert das Aus der Unabhängigen Patientenberatungsstelle in Göttingen scharf. Sie kündigt an, sich weiter für ein kostenfreies, neutrales Angebot vor Ort stark zu machen.

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Die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) kritisiert das Aus der Unabhängigen Patientenberatungsstelle in Göttingen scharf.

Quelle: Archivfoto

Göttingen. Der Auftrag für eine bundesweit tätige Patientenberatung ist ab 2016 für sieben Jahre neu an das Unternehmen Sanvartis vergeben worden, das den Markennamen „Unabhängige Patientenberatung“ weiterführen will. Mit der Vergabe der Dienstleistungen an einen privaten Anbieter, der gleichzeitig auch für Krankenkassen und Pharmakonzerne tätig sei, hätten der GKV-Spitzenverband und das CDU-geführte Bundesgesundheitsministerium den Patientinnen und Patienten einen Bärendienst erwiesen, krisiert Andretta.

Durch die Schließung des Beratungsbüros in Göttingen werde der Zugang zu Beratungsangeboten gerade für ältere und schwerkranke Menschen erheblich erschwert. Ein unpersönliches Telefongespräch mit einem Callcenter könne die Beratung durch erfahrene Mitarbeiter vor Ort wohl kaum ersetzen. Andretta kritisiert zudem, Sanvartis stehe dem Krankenkassen-Spitzenverband GKV zu nahe für eine wirklich unabhängige Beratung.

GKV und Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter der Bundesregierung, hatten dagegen argumentiert, mit der Neuvergabe gehe ein Ausbau der Unabhängigen Patientenberatung einher. Bei Bedarf werde es nach telefonischer Vereinbarung auch künftig eine persönliche Beratung in Göttingen geben.

Andretta kündigte an, sich weiterhin für neutrale, kostenfreie und qualitativ hochwertige Beratungsangebote vor Ort stark zu machen. Im Landtag sei ein Antrag von SPD und Grünen beschlossen worden, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, sich auf Bundesebene für eine Änderung der Vergaberichtlinien einzusetzen.

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