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Göttinger Landwirte müssen zum zweiten Mal Rüben aussäen

Bodendecke hart wie Beton Göttinger Landwirte müssen zum zweiten Mal Rüben aussäen

Etliche Landwirte in der Region müssen ihre Rübenfelder umbrechen und zum zweiten Mal säen. Starke Regenfälle, die mit Sturm Niklas niedergingen, und anschließende Trockenheit verhinderten, dass genügend junge Pflanzen die hart gewordene Bodenoberfläche durchbrechen konnten. Böden seien zugeschlämmt worden, und eine harte Kruste habe sich gebildet, beklagte Kreislandwirt Hubert Kellner. Der Desingeröder Landwirt ist mit seiner Betriebsgemeinschaft auch betroffen.

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Bei Sattenhausen wird Mais gedrillt: Das trockene, sonnige Wetter bringt für Landwirte nicht nur Vorteile.

Quelle: Richter

Sattenhausen. Schäden haben insbesondere Landwirte zu verzeichnen, die Ende März Rüben gesät haben. Dann sei zu viel Regen gefallen, 80 Liter in drei Tagen, sagte Kellner. Dann habe es noch Schnee gegeben und danach Trockenheit. „Wenn es weiter etwas geregnet hätte, wäre es nicht so schlimm geworden, und die kleinen Pflanzen wären durchgekommen.“

Erhebliche Flächen von Zuckerrüben müssen so in diesem Jahr zum zweiten Mal bestellt werden. Christian Wollborn, der am Freitag bei Sattenhausen auf vier Hektar erneut Rüben drillte, schätzt die Größe der Neubestellung auf ein Drittel der Rübenfelder in der Region. Normalerweise gehen zwischen 80 000 und 100 000 Rübenpflanzen je Hektar auf. „Hier waren es unter 20 000, das wäre nicht gegangen“, klagte Wollborn. Es hätte zu viele Lücken und unbedeckten Boden gegeben, sodass im August auch noch Unkraut gewachsen wäre. Der Regen hat die Bodenoberfläche zugeschlämmt, sodass die keimenden Pflanzen diese Schicht nicht durchdringen können. „Der Boden ist hart wie Beton“, sagte Wollborn. Der Landwirt erwartet neben dem Verlust der ersten Aussaat auch Ertragseinbußen bei der Ernte Anfang September wegen der späten zweiten Aussaat.

Das sonnige Wetter mit Temperaturen von 20 Grad nutzen seine Kollegen, um Mais zu säen. Zumindest aus Sicht der Landwirte könnte es langsam wieder etwas regnen. Das sonnige Wetter wird voraussichtlich nicht mehr lange anhalten. Das Frühlingshoch Quila verabschiedet sich, und den Wettervorhersagen zufolge wird die kommende Woche deutlich kühler.

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