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Göttinger Linke erneuert Kritik an geplantem Verkauf der ehemaligen Voigtschule

Ratssitzung am Freitag Göttinger Linke erneuert Kritik an geplantem Verkauf der ehemaligen Voigtschule

Die Linke im Rat der Stadt hat ihre Kritik an dem geplanten Verkauf der ehemaligen Voigtschule erneuert. In der Ratssitzung am Freitag (Beginn 16 Uhr im Neuen Rathaus) soll der Verkauf des städtischen Gebäudes an das Goethe-Institut beschlossen werden.

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Quelle: Vetter

Göttingen. Allen Fraktionen im Rat müsse klar sein, dass öffentliche Räume und Wohnraum „dringend“ benötigt würden und ein „überstürzter Verkauf für sprichwörtlich ’nen Appel und ’n Ei“ die Stadtkasse nur kurzfristig entlaste, argumentiert Patrick Humke, Fraktionsvorsitzender der Linken. Langfristig seien Sanierung und Vermietung besser geeignet, den Haushalt zu entlasten.

Die Linksfraktion unterstütze „uneingeschränkt“ die Forderungen des neu gegründeten Aktionbündnisses B.U.N.T.E.S. (Bildung, Um- und Uns-denken, Nachhaltigkeit, Toleranz, Engagement, Solidarität). Dieses hatte die Erhaltung öffentlichen Eigentums und eine öffentliche Nutzungsdebatte gefordert und sich gegen den Immobilienverkauf „durch die Hintertür“ und für eine Sanierung und Vermietung der ehemaligen Schule ausgesprochen.

Ende Februar hatte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) die Verkaufsabsichten mit den Fraktionspitzen von SPD, Grünen und CDU/FDP-Gruppe erörtert. Der Bauausschuss hatte daraufhin in der vergangenen Woche dem Verkauf des denkmalgeschützten Gebäudes an das Goethe-Institut zugestimmt. Der Kaufpreis liegt bei 400 000 Euro.

Eine solche Politik der Desinformation habe die Linke von Köhler nicht erwartet. „In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Verkauf öffentlichen Eigentums nicht zum Vorteil der Kommunen geschieht. Zieht man dann noch den avisierten Verkaufspreis in Betracht, lässt sich die Stadt wieder einmal ohne Not über den Tisch ziehen. Wir werden uns an diesem weiteren Ausverkauf nicht beteiligen und gegen den Verkauf stimmen“, erklärte Humke.

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