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Göttinger Minigolfer verlieren ihr Winterlager

Brandschutzauflagen Göttinger Minigolfer verlieren ihr Winterlager

Die auf Weltniveau spielenden Göttinger Minigolfer verlieren ihr Winterlager, wenn sie nicht bald 8000 bis 10.000 Euro auftreiben, um Brandschutzauflagen zu erfüllen. Sie dürfen schon jetzt nicht mehr auf ihren Bahnen im Keller der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) spielen.

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Die auf Weltniveau spielenden Göttinger Minigolfer verlieren ihr Winterlager, wenn sie nicht bald 8000 bis 10.000 Euro auftreiben.

Quelle: Heller

Göttingen. Auch alle Hallenturniere mussten sie absagen. Wollen sie den Betrieb wieder aufnehmen, müssen sie in dem Gebäude der Stadt auf eigene Kosten feuersichere Zwischenwände einzeiehen. Dann wäre ihr Trainig gesichert. Ob darüber hinaus Turniere mit bundesweitem Zulauf genehmigt werden, sei allerdings unklar, sagt der Vereinsvorsitzende Andreas von dem Knesebeck. Jetzt sucht der Minigolf-Club Göttingen (MGC) ein neues Domizil. Dann könnten allerdings auch die GSG-Schüler nicht mehr auf den Minigolfbahnen spielen.

Seit 1983 trainieren und spielen die Minigolfer im großen Keller unter dem Hauptgebäude der GSG. Die 18 Bahnen habe sie selbst gebaut. 14 befinden sich bereits in einem separaten Teil mit eigenen Wänden, die weiteren außerhalb dieses Bereiches. Gleich daneben stehen ungenutzte Spinde, ein paar Schulmöbel, Streusalz und der kleine Gartetrecker der Hausmeister.

Genau diese Konstellation „darf nicht mehr sein“, erklärt von dem Knesebeck. Bei einer Kontrolle vor etwa dreieinhalb Jahren habe sich herausgestellt, dass der Keller im Bebauungsplan der Stadt  als Fahrradkeller ausgewiesen ist. Soll dort weiter Minigolf gespielt werden, müsse die Nutzung formal geändert werden. Dann aber gelten höher Brandschutzauflagen: „Wir müssten unsere Bahnen komplett vom Hausmeister-Lager abtrennen“, so von dem Knesebeck.

„Zu viel für unseren kleinen Verein"

Das koste nach bisherigen Berechnungen etwa 8000 bis 10 000 Euro. „Zu viel für unseren kleinen Verein mit etwa 260 Mitgliedern.“ Hinzu komme die Unsicherheit, ob dann wie üblich drei große Turniere genehmigt würden, weil Besucher und pausierende Spieler im Vorraum warten müssten. Ohne Turniere mit jeweils bis zu 200 Teilnehmern würde die Stadt auch wichtige zahlende Übernachtungsgäste verlieren, fügt  von dem Knesebeck an.

Der Vorsitzende hatte gehofft, dass die Stadt die neuen Wände mit finanziert, weil die Anlage auch von der GSG in Ganztagsprojekten genutzt wird. Dafür habe die Stadt allerdings keine Mittel zur Verfügung, erklärt ihr Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Zudem sei im Überlassungsvertrag seit 1983 klar geregelt, dass der Verein alle Instandhaltung- und sonstigen Kosten für den genutzten Bereich tragen müsse – auch für die „Verkehrssicherheit“.

Die Stadt könne beim Brandschutz allerdings auch kein Auge zudrücken, so Johannsin und fügt an, dass der Verein seit 2011 Zeit gehabt habe, eine Lösung zu finden. Die GSG hätte den MGC „sehr gerne weiter als bewährten Partner im Rahmen der Ganztagsschule  hier im Haus“, sagt Schulleiter Tom Wedrins. Allerdings müssten alle erforderlichen Sicherheitsauflagen „natürlich“ umgesetzt werden.

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