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Göttinger Modellbörse mit Sonderausstellung

Urlaub im Kleinen Göttinger Modellbörse mit Sonderausstellung

„Urlaub und Modell“ heißt die Sonderausstellung der Göttinger Modellbörse am Sonntag, 15. Februar. Im Winter ein sommerliches Thema – da können ein paar Gedanken an Sommer, Wärme und Urlaub nicht schaden, haben sich die Organisatoren um Cornelia Schmidt gedacht.

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Urlaubs-Idyll im Kleinen war ein beliebtes Motiv vieler Spielzeug-Hersteller.

Quelle: EF

Göttingen. Alle großen Modellautohersteller hatten und haben Wohnwagen im Programm. Während in der Welt der Vorbilder in Deutschland der Wohnwagen einen ersten Boom erst in den 1950er Jahren erlebte, ist er doch eine Erfindung aus den 1930ern.

Im Jahr 1931 baute Arist Dethleffs aus dem Allgäu einen ersten Anhänger, der als Wohnwagen genutzt werden konnte. Allerdings zunächst nur für sich und seine Familie. Ein Jahr später konnte man den Anhänger mit zwei Fenstern auf Bestellung kaufen.

1934 kam der erste Falt-Wohnwagen als Vorläufer aller später gebauten Zeltklappanhänger in Deutschland serienmäßig von dem bayerischen Sportartikelhändler Hans Berger auf den Markt. Er wog 200 Kilogramm, war mit Zeltplane überspannt und hatte zwei einfache Liegen als Schlafstätte.

1937 lieferte Hans Berger den erfolgreichen Miniwohnwagen „Karawane“ oder auch „die Wanderniere“ genannt. Dieser einem Ei oder einer Niere ähnlichem Wohnwagenform wurde bis in die 60er Jahre produziert und war 1957 die Vorlage für ein Wiking-Modells.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Produktionsstätten für Wohnwagen erst 1948 langsam wieder ins rollen. Die Wirtschaft wuchs, und man konnte über Urlaub – bislang meist nur mit der Bahn oder dem Omnibus – nun auch auf eigenen Rädern nachdenken. Die Wohnwagenbranche boomte bis Anfang der 1970er Jahre unaufhaltsam. Und in den 1960ern hatte fast jeder Junge ein solches Modell in seiner Spielzeugkiste.

Nach einem Einbruch durch die Ölkrise und das Sonntagsfahrverbot ging es in der Welt der Vorbilder ab 1975 mit dem Caravangeschäft und inzwischen auch den Wohnmobilen wieder aufwärts. Die Gefährte wurden komfortabler. Die jetzt stärker motorisierten Zugfahrzeuge konnten nun Caravans mit Heizung, Doppelverglasung, Sanitäranlage und Kühlschrank ziehen, wobei einige Wagen bis 2,50 Meter breit geworden waren.

Alle diese Epochen lassen sich am Sonntag in der Weender Festhalle im Modell bewundern. Die Börse in der Ernst-Fahlbusch-Straße ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Besuch der Sonderausstellung ist kostenlos.

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