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Göttinger Nordstadt hat „beachtliche Probleme“

„Sorgfältige Planung“ Göttinger Nordstadt hat „beachtliche Probleme“

Die Nordstadt habe „beachtliche Probleme“, diese verlangen nach Ansicht des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Christoph Lehmann nach einer „sorgfältigen Sanierungsplanung“. Lehmann reagiert damit auf die Kritik der CDU/FDP-Gruppe an einem geplanten Sanierungsgebiet Nordstadt und die damit verbundenen Anträge auf Städtebauförderung.

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Die Göttinger Nordstadt soll aufgewertet werden.

Quelle: Archivfoto

Göttingen. „Die Nordstadt war einst ein beachtliches Gewerbegebiet, aus dem sich jetzt als letztes großes Unternehmen Sartorius zurückzieht“, sagt Lehmann. Auf diesen Rückzug müsse die Stadtplanung eine Antwort finden. „Jahrelange Industriebrache, wie einst bei der Lokhalle, sollte sich Göttingen nicht leisten.“

Der baupolitische Sprecher der CDU/FDP-Gruppe, Hans-Otto Arnold, hatte die Förderung des Gebietes durch Bund und Land eine „unredliche“ Verschwendung von Fördermitteln, genannt. Kriterien, die das niedersächsische Sozialministerium für den Stadtumbau vorgibt, seien nicht erfüllt. Für das Quartier würde nach Arnolds Auffassung die Aufstellung eines Bebauungplanes ausreichen. Das Sartoriusgelände sei eine „klassische Konversionsfläche“, das Gebiet keineswegs ein „klassischer Sanierungsfall“.

Für Lehmann ist der aus den 1950er- und 1960er-Jahren stammende Wohnungsbau ein weiterer Grund für eine Sanierungsplanung. Wohnungen müssten nach „heutigen Standards“ entwickelt werden. Dazu gehörten auch Maßnahmen im Wohnumfeld. Ziel der SPD sei die Sicherung und Aufwertung bestehender Wohnquartiere und die Schaffung neuen Wohnraums.

„Deshalb wünschen wir die Entwicklung der Nordstadt und haben sie im Rat der Stadt Göttingen beantragt“, erklärt Lehmann. Der Bau von Wohnraum helfe zudem dem Handwerk. „Politik und Stadtverwaltung handeln zukunftsgerichtet, wenn sie die Nordstadt qualifiziert entwickeln und die Förderung von Land und Bund ausloten.“

Mit dem Thema befasst sich auch eine öffentliche Informationsveranstaltung am Donnerstag, 12. Februar. Beginn ist um 19 Uhr im Christophorushaus, Christophorusweg 3.
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