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Göttinger Ortsheimatpfleger treffen sich in Adelebsen

Herbsttagung Göttinger Ortsheimatpfleger treffen sich in Adelebsen

Sie haben eine Ortsbesichtigung unternommen, je einen Vortrag über das jüdische Leben im Flecken sowie über die Burg gehört und die Burg anschließend besichtigt: Mehr als 50 Ortsheimatpfleger aus dem Landkreis Göttingen haben sich zu ihrer jährlichen Herbsttagung getroffen.

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Quelle: Rudolph

Adelebsen. „Hier ist besetzt“, rief der Teilnehmer, der sich gerade einen der Aborte der über 600 Jahren alten Burg besah, als die anderen nachdrängten, um auch zu gucken. „Ah ja“, sagte eine Kollegin, als sie des kleinen Lochs in der Mauer gewahr wurde: „Freier Fall in den Burggraben.“ Auch wenn Heimatpflege eine ernste Angelegenheit ist, kam der Spaß nicht zu kurz an diesem Tag, aber auch nicht die Bildung. „Äußerst interessant und mit viel Details gespickt“, lobte Hannelore Müller, Ortsheimatpflegerin von Grone, Ortrud Neises Vortrag über das jüdische Leben im Dorf. Und auch der Vortrag von Andreas Schäfer, Förster und Verwalter der Burg, sowie die anschließende, von ihm geleitete Führung durch die imposante Anlage nahmen die Gäste mit großer Begeisterung auf. Schließlich erfuhren sie eine Menge interessanter Details.

 

Zum Beispiel, dass der zwischen 1350 und 1500 erbaute, rund 38 Meter hohe Wohnturm einen fünfeckigen Sockel besitzt, der obere Teil jedoch sechseckig ist. Dass er einen rund 20 Kilometer weiten Blick bis zur Plesseburg bietet. Und schließlich auch, dass er Südniedersachsens größte Dohlen-Kolonie beherbergt.

 

Einen nicht geringen Teil jeder Herbsttagung nimmt der Austausch unter den Teilnehmern ein. „Es ist immer wieder spannend zu erfahren, womit sich die anderen gerade beschäftigen“, sagt Martin Heinzelmann. Besonders die Gespräche zwischen Ortsheimatpflegern aus der Stadt und vom Land seien interessant, findet der Vertreter aus Geismar: „Wir stehen ja teilweise vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen.“ hr

 

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