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Göttinger Parteien kritisieren Ausgabe von Gutscheinen an Asylbewerber

„Klar diskriminierend“ Göttinger Parteien kritisieren Ausgabe von Gutscheinen an Asylbewerber

Als problematisch sehen einige Parteien im Rat der Stadt die Ausgabe von Gutscheinen statt Geld an Asylbewerber an. Zum einen sei dieses Vorgehen diskriminierend, zum anderen sei es seit Jahren Praxis und Wille von Stadtverwaltung und Stadtrat, auf Gutscheine zu verzichten.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Für die Juli-Sitzung des städtischen Sozialausschusses hatte die SPD die Verwaltung gefragt, wie viele Lebensmittelgutscheine in welchem Zeitraum an Asylbewerber ausgegeben worden seien und mit welcher Begründung. Außerdem wollten die Sozialdemokraten wissen, ob es zutreffe, „dass die Gutscheine aus pädagogischen Gründen ausgegeben wurden“, und die Verwaltung diese Praxis überdenken wolle. Für die Stadtverwaltung entgegnete Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck, insgesamt erhielten in Göttingen mehr als 700 Asylbewerber-Familien Geld. Nur an drei Familien würden „als absolute Ausnahmefälle“ Gutscheine ausgegeben. In diesen Fällen gebe es „in der Familienkonstellation begründete Anlässe“ für die Ausgabe von Gutscheinen.

 
Für die Piraten entgegnete Meinhart Ramaswamy, zumindest in einem ihm bekannten Fall einer Familie sei der Alkohol-Vorwurf schlichtweg falsch. Patrick Humke (Linke) erklärte, die Stückelung der Gutscheine für diese Familie mit einem Wert in Höhe von 100 und 80 Euro sei „unverschämt“ Ramaswamy pflichtete Humke bei, die Gutscheinausgabe auch in diesen drei Fällen sei „klar diskriminierend“.

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