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Göttinger Piraten lehnen öffentlichen Golfplatz ab

"Sportpolitische Fehlentwicklung" Göttinger Piraten lehnen öffentlichen Golfplatz ab

Der Göttinger Kreisverband der Piraten hat sich gegen den südlich von Geismar geplanten, öffentlichen Golfplatz ausgesprochen. "Nach mehrwöchiger Abwägung", wie es in einer Mitteilung heißt.

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Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Göttingen/Geismar. Zentraler Kritikpunkt sei die "sportpolitische Fehlentwicklung": Die Piraten hielten es für wichtiger, Sport- und Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen zu fördern, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Sportstätte kommen. "Die finanziellen Mittel für den Golfplatz sind wären unserer Ansicht nach deutlich besser zum Beispiel im Weender Freibad aufgehoben", sagte der Kreisverbands-Vorsitzende Niels-Arne Münch. Unakzeptabel seien zudem der "enorme Flächenverbrauch" von rund 100 Fußballfeldern im Verhältnis zu den wenigen Nutzern eines Golfplatzes und "die deutliche Wertminderung der erfolgreich renaturierten Flächen" der ehemaligen Bauschuttdeponie. Hinzu komme die Belastung durch zusätzlichen Straßenverkehr und die Bodenversiegelung durch neue Parkplatzflächen.

Die Piraten rufen daher auf, die Online-Unterschriftenliste "Kein Golfplatz am Drachenberg" zu unterschreiben ( www.openpetition.de). Dafür gibt es derzeit mehr als  2400 Unterzeichner.

Das Thema Golfplatz, den die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (Gösf) plant, steht auch auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Umweltausschusses des Rates, der am Dienstag, 28. April, gemeinsam mit dem Bauauschuss ab 16.30 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4, tagt. Der Golfplatz und die dafür erforderliche Herausnahme der Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet ist Teil der Diskussion um die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes.

Der Golfplatz beschäftigt auch den Ortsrat Geismar. Ab 19.30 Uhr sollen die Pläne am Donnerstag, 30. April, in Verwaltungsstelle, Kerllsgasse 2, vorgestellt werden. Eine Anfrage von SPD und Grünen an die Verwaltung liegt vor. Die Parteien wollen etwa Antworten auf die Kriterien bei der Standortsuche für den Platz, zur Bedarfsanalyse, zu Auflagen für die Deponienachsorge, auf bestehende Eigentumsverhältnisse und einer möglichen Rückkaufklausel zwischen Stadt und Gösf. Beide hatten Flächen des ehemaligen Stadtbadareals und in der Feldmark Geismar getauscht.

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