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Göttinger Piraten sehen in Hanf-Ermittlungen Verschwendung

„Unsinn“ Göttinger Piraten sehen in Hanf-Ermittlungen Verschwendung

Als „Unsinn“ hat die Göttinger Piratenpartei die polizeilichen Ermittlungen gegen illegal ausgesäte Hanfpflanzen im Göttinger Stadtgebiet kritisiert.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Wir sehen darin eine unverantwortliche Verschwendung von wertvollen Steuergeldern, die der Arbeit der Kriminalpolizei an anderer Stelle fehlen“, sagte Francisco Welter-Schultes, Mitglied des Piratenvorstandes. „Die knappen Landesmittel, die den polizeilichen Ermittlungsbehörden zur Verfügung stehen, werden für die Verbrechensbekämpfung gebraucht und dürfen nicht für so einen Unsinn eingesetzt werden.“

 
 Polizeisprecherin Jasmin Kaatz hatte berichtet, dass im Stadtgebiete entdeckte Hanfpflanzen entfernt, getrocknet und asserviert würden. Ob beschlagnahmte Pflanzen später auf ihren Tetrahydrocannabinol (THC)-Gehalt untersucht würden, hänge unter anderem von der Gesamtmenge der Pflanzen ab. Ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts des illegalen Anbaus von Cannabis sei eingeleitet worden.

 
Die Gesetzeslage, welche „hochbezahlte und gut ausgebildete Polizeibeamte zu diesen grotesken Ernteeinsätzen“ zwinge und die Ermittlungsbehörden von anderen Tätigkeiten abhalte,  gehöre längst ersetzt, sagte Welter-Schultes.

 
Die Göttinger Piraten erklären sich solidarisch mit der Gruppe „Einige Autonome Blumenkinder“, die sich zur diesjährigen Hanfaussaat im Stadtgebiet bekannt hatte. Die Piraten fordern, Anbau und Konsum von Cannabis nicht mehr länger zu kriminalisieren. Aufklärung über Suchtgefahren, Schutz von Nichtkonsumenten, Eigenverantwortung sowie Jugend- und Verbraucherschutz sollten im Vordergrund einer pragmatischen und vorurteilsfreien Suchtpolitik stehen.

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