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Göttinger Polizei warnt vor Cyberangriffen

„Massiver Anstieg“ Göttinger Polizei warnt vor Cyberangriffen

Cyberkriminalität ist weiter auf dem Vormarsch: Aktuell beschäftigt sich die Göttinger Polizei verstärkt mit drei Maschen. „Wir verzeichnen in den vergangenen Tagen einen massiven Anstieg von vermeintlichen Microsoft-Support-Anrufen, Attacken der Verschlüsselungsmalware Locky und vom Pornplayer“, so Sprecherin Jasmin Kaatz.

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Aktuell beschäftigt sich die "Cybercrime"-Einheit der Göttinger Polizei vor allem mit vermeintlichen Microsoft-Support-Anrufen, der Verschlüsselungsmalware Locky und dem Pornplayer.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Gerade jetzt in der Ferienzeit sind auch Kinder und Jugendliche Opfer von vermeintlichen Microsoft-Support-Anrufen“, erklärt Polizeikommissarin Sabrina Lieberum. Jugendliche seinen meist in der Lage, gut Englisch zu sprechen – und zu verstehen. Zudem hätten die meisten von ihnen gute Comupterkenntnisse und ein Smartphone. „Wir hatten schon einige Fälle, bei denen Jugendliche zum Opfer dieser Anrufer wurden“, so Lieberum.

Bei der Microsoft-Masche handelt es laut Polizei um Anrufe Krimineller, die sich als Microsoft-Support-Mitarbeiter ausgeben. Auf Englisch weisen sie ihr Opfer dann an, die Fernwartungsfunktion im Betriebssystem ihres PCs zu aktivieren - angeblich, weil eine Schadsoftware installiert sei. „Ziel ist es, dass die Opfer Geld für Software oder Wartungsverträge überweisen“, so Lieberum. Dazu sollen die Geschädigten Geld einzahlen, ihre Kreditkarte belasten, Online-Überweisungen oder ihren Paypal-Account nutzen.

Ein weiteres zurzeit aktuelles Phänomen sei der Erpressungs-Trojaner Locky. „Der verbreitet sich aktuell rasend schnell - vor allem per Mail“, so Lieberum. Diese Schadsoftware wird über eine angebliche Rechnung, die als Dateianhang einer E-Mail verschickt wird, transportiert. Das Öffnen dieses Anhanges bewirke, dass die privaten Daten auf dem Rechner verschlüsselt werden. „Daraufhin wird ein Erpresserbrief als Desktop-Hintergrundbild angezeigt“, so die Polizistin. Darin wird ein Schlüssel zur Entschlüsselung der Daten in Aussicht gestellt, natürlich nur nach einer Zahlung der erpressten Summe.

Drittes Phänomen ist der „Pornplayer“

Dabei handelt es sich um eine so genannte Ransomware (oder Erpressertrojaner)  für Android-basierte Smartphones oder Tablets. Eine Infizierung ist über Apps oder Videostreaming-Seiten im Internet möglich. Der Geschädigte blickt damit ebenfalls auf einen Sperrbildschirm  – mit dem Hinweis, dass sich auf dem Gerät illegale pornografische Daten befinden. Gegen Bezahlung von 100 Euro via Paysafecard PIN könne dieser Umstand geheilt werden. „Allerdings bleibt das Gerät auch nach einer Lösegeld-Zahlung gesperrt“, so Lieberum.

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